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Tour 2022 Tag 7 El Ouatia – Boujdour

Spendentour Tag 7 – 21.10.2022
El Ouatia, Marokko – Boujdour, Westsahara

 

In unserem “Morgenkreis” vor der Abfahrt checken wir die Fahrzeuge und besprechen die Route – wer fährt vorne, wann und wo wollen wir tanken, wo Pause machen? Müssen wir Geld wechseln?

Als Tagesziel planen wir die Hafenstadt Boujdour in der Westsahara. 400 Kilometer. Das scheint machbar. Abfahrt ganz gemütlich um kurz vor 9 Uhr.

300 von den 400 Kilometern gehen direkt am Atlantik entlang. Am Morgen zieht der Nebel vom Meer in Richtung Wüste – typisch für die Gegend hier trotz Wüstenklima. Und es wird auch immer “wüstiger” um uns herum. An der Straße stehen Schaufelradbagger bereit, um die Landstraße von Sand freizuhalten.

Die Straße Richtung Süden wird seit Jahren stetig ausgebaut, neue Brücken über ausgetrocknete Flussbetten sind entstanden. Und neue Tankstellen, in denen wir sogar mit Euro bezahlen können.

Wir fahren an verlassenen und mit Plastik vermüllten Dörfern vorbei – und immer wieder der atemberaubende Ausblick von der Steilküste auf den Atlantik. In den Städtchen entlang der Landstraße begegnen wir Armut und vielen Bettlern.

Mittagspause um 14:30 Uhr nach 300 Kilometern in einem schattigen Truckstop am Straßenrand. 33 Grad Außentemperatur – gefühlt sind es 40 Grad.

In der Westsahara steigt die Polizei- und Militärpräsenz deutlich an. Das Gebiet ist seit 1975 größtenteils von Marokko annektiert – völkerrechtlich ist die Angelegenheit bis heute nicht geklärt.

Die Gedanken, die wir uns gestern über unsere Reise, über Sinn und Zweck dieses großen Abenteuers, gemacht haben, hat Martin heute auf den Knien in sein Notizbuch geschrieben und so zusammengefasst:

“Viele unserer Informationen und Berichte lesen sich wie ein normales Reisetagebuch. Wir haben viel Spaß auf dieser Reise und machen auch mal dummes Zeug.

Unsere Berichte sind aber vor allem auch eine Art “Arbeitsnachweis”, den wir für unsere Spender und Unterstützer erbringen.

Um es klar zu sagen: Urlaub ist das nicht.

Und jeder aus unserer Gruppe ist unterschiedlich belastbar. Seit Tag 6 zeigen sich erste “Spitzen”, die wir abschleifen wollen – eine Gemeinschaftsaufgabe.

Betrachten wir es mal mit Abstand: was haben wir bisher erreicht?

– fast 4.500 Kilometer gefahren
– fast 60 Stunden am Steuer in 7 Tagen
– 6 Stationen in 4 Kulturkreisen
– Sprachenwirrwar bei jeder Tankstelle und jeder Straßensperre
– Nächte mit nur 4 bis 5 Stunden Schlaf
– Temperaturen zwischen 13 und 39 Grad

Die Liste wird länger. Jeden Tag.

Unsere Erkenntnis: für jede und jeden von uns ist das harte Arbeit am Limit. Das sehen wir auch an unserer Tour-Apotheke, die täglich mehr in Anspruch genommen wird. Und die Sahara-Wüste kommt erst noch.

Am anstrengendsten aber ist die kognitive und mentale (Über-)Forderung. Mit allen Sinnen nehmen wir Neues auf – in jeder Minute. Das muss erstmal verarbeitet werden.

Unser Kopf brummt, läuft mit Hochleistung. Pausen sind selten. Und mit der Hitze steigt der “Druck im Kessel”.

Jeder sucht sein persönliches Ventil, um auch mal Druck abzulassen. Wir als Gemeinschaft suchen und finden dann eine Lösung, fangen jeden wieder ein und auf. Man kann sich mal kurz fallenlassen, aber dann geht es weiter. Es muss.

Ein Blick in die Augen an Tag 7 zeigt: wir bringen volle Leistung. Zu jeder Zeit. An jedem neuen Tag. Immer. Uneingeschränktes Engagement. Die eigenen Fähigkeiten einbringen.

Unter dem Strich zählt aber nur das Ergebnis als Gruppe. Unsere “Performance”.

Und eins ist mal ganz sicher: ohne Teddy Gambino, unserem Tour Maskottchen, wären wir am Arsch.”

Noch ca. 1.900 Kilometer bis Jahaly.

 

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