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Verschlagwortet: West Afrika

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Matthias Ketteler, Gründer und Chef der Projekthilfe Gambia e.V., ist vom Bundespräsidenten für sein Engagement in Gambia mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland („Bundesverdienstkreuz“) ausgezeichnet worden.

Dr. Sascha Dewender, Bürgermeister der Stadt Bochum, überreichte im Namen des Bundespräsidenten Urkunde und Ordens-Insignien am 10.08.2022 an Matthias Ketteler.

Im Rahmen einer kurzen Feierstunde im Bochumer Rathaus sagte Dr. Dewender als Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch:

„Ein derart selbstloses Engagement wie das von Matthias Ketteler bereichert unsere Gesellschaft – und das weit über die Stadtgrenzen hinaus! Bildung und Gesundheit sind die höchsten Güter, die wir mit anderen Menschen teilen können. Herr Ketteler leistet gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Verein Außergewöhnliches, und ich freue mich, dass ihm dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden ist.“

Matthias Ketteler nahm die hohe Auszeichnung im engsten Familienkreis entgegen.

„Die Auszeichnung ist nicht für mich persönlich, sondern für die Idee, Solidarität zu leben und Verantwortung für die Schwächeren zu übernehmen“, sagte Matthias Ketteler. „Es ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit in Jahaly mit mehr als einer Million Patienten und tausenden Kindern in unserem Kindergarten, denen wir frühkindliche Bildung ermöglichen.“

Matthias Ketteler widmet diese Auszeichnung allen Mitabeiter:innen in Gambia sowie allen Mitgliedern, Spendern und Förderern der Projekthilfe in Deutschland: „Ich nehme die Auszeichnung gerne entgegen – stellvertretend für uns alle.“

Matthias Ketteler, Jahrgang 1961, machte nach dem Abitur  eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger (1987). Er ist Gründungsmitglied der Projekthilfe Gambia und seitdem Vorstandsmitglied mit einem Jahr Unterbrechung. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Matthias Ketteler ist Inhaber der “Cognito Informationssysteme GmbH & Co KG”. 2004/2005 verbrachte er gemeinsam mit seiner Familie ein ganzes Jahr in Gambia. Im Februar 2009 wurde Matthias Ketteler von der gambischen Regierung zum Sonderbotschafter für den Gesundheitsbereich ernannt – mit vollem diplomatischen Status.

Im Vorstand der Projekthilfe Gambia kümmert sich Matthias Ketteler vorwiegend um die Koordination der Projekte und um den täglichen Austausch mit dem Projektbüro in Gambia.

Social-Media-Projekthilfe-Gambia

Nach vielen Wochen der Vorbereitung startet die Projekthilfe Gambia ihren runderneuerten Auftritt bei Facebook, Instagram und LinkedIn.

In Zusammenarbeit mit der Projekthilfe hat die Digitalagentur helllicht, Frankfurt/M., ein übergreifendes Konzept für den Social Media-Auftritt des Vereins erarbeitet. Einheitliche grafische Elemente machen die Projekthilfe Gambia in allen Social Media-Kanälen unverwechselbar und erkennbar. Wir von der Projekthilfe Gambia wollen als als Nonprofit- Marke für die junge Generation sichtbarer werden.

In verschiedenen Formaten werden wir ab heute regelmäßig über uns und unsere Aktivitäten berichten. Die geschwungenen Linien in den Grafiken symbolisieren den Gambia-Fluss, der dem Land seinen unverwechselbaren Charakter gibt.

Unsere Vision: Wir wollen Gesundheit, Bildung und Beschäftigung im ländlichen Gambia nachhaltig verbessern.

Unsere Mission: Wir arbeiten transparent, effektiv, leisten Hilfe zur Selbsthilfe und vertreten Gambias Anliegen in Deutschland.

In einem ersten Schritt haben wir alle Social Media-Profile vom Namen her vereinheitlicht. Unsere Auftritte auf allen Social Media-Kanälen heißen jetzt wie unser Verein: Projekthilfe Gambia. In diesem Zusammenhang haben wir uns von der Bezeichnung “Buschklinik” getrennt. Der Name hatte historische Gründe. Inzwischen ist er nicht mehr zeitgemäß. Die “Buschklinik” ist das Jahaly Health Centre – eine moderne saubere Gesundheitsstation. Mit “Busch” hat das nichts mehr zu tun. Darauf haben uns auch Freunde in Gambia hingewiesen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Das Ziel unserer Aktivitäten auf Social Media: In den sozialen Medien etablieren wir die Projekthilfe Gambia als Stimme für Entwicklung in Gambia. Wir zeigen, wie man gute Taten auch als kleiner Verein nach außen trägt und die junge Generation mitreißt. Das ist deshalb von großer Bedeutung, weil auch bei den Machern der Projekthilfe mittelfristig ein Generationenwechsel ansteht. Durch informatives, persönliches und ehrliches Storytelling wollen wir Follower:innen für unsere Projekte, für uns als Verein und für Gambia als Land begeistern.

Die Digitalagentur helllicht (Slogan: “Wir sind die Guten”) hat das Konzept als Teil ihrer CSR-Aktivitäten ehrenamtlich erstellt. Sie übernimmt damit gesellschaftliche Verantwortung und zeigt soziales Engagement. Dafür bedanken wir uns aus ganzem Herzen.

Ulfert Engelkes, Vorstandsmitglied der Projekthilfe Gambia e.V.: “Wir haben die Geschichten, und helllicht hat die Expertise, wie wir unsere Inhalte professionell präsentieren.  Das passt gut zusammen.”

Am nächsten Schritt wird bei helllicht schon gearbeitet: eine überarbeitete Homepage/Webseite. Wir freuen uns schon sehr auf unsere neue Visitenkarte im Netz. Im Herbst wird es soweit sein. Übrigens: mit der Veröffentlichung unserer neuen Webseite findet man uns im Netz unter www.projekthilfe-gambia.org

Hier die Links zu den Social Media-Kanälen der Projekthilfe Gambia:

Facebook

Instagram

LinkedIn

Twitter

YouTube

Bitte folgt uns :-) Herzlichen Dank.

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Project Aid The Gambia, Partnerverein der Projekthilfe Gambia e.V. in Gambia, hat seinen Vorstand von fünf auf neun Mitglieder erweitert. Die Projekthilfe Gambia kann als deutscher Verein nicht direkt in Gambia tätig sein. Project Aid The Gambia ist in Gambia offiziell registriert als “Internationale NGO A57″.

Um ihr Profil zu erweitern und ihren Bekanntheitsgrad in der gambischen Öffentlichkeit zu erhöhen, hat die Organisation ihren Vorstand um bekannte Persönlichkeiten mit guten Kontakten zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erweitert.

Die neu ernannten Vorstandsmitglieder sind Pa Doudou Mbye, Minyan Jobe, Lang K. Konteh und Malik Jones.

Charles Mbye, Vorsitzender: “Obwohl Project Aid The Gambia zwei hervorragende Gesundheitsstationen und Kindergärten in Jahaly und Buniadu betreibt und das öffentliche Gesundheitssystem des Landes seit vielen Jahren unter anderem durch die Lieferung gebrauchter medizinischer Geräte aus Deutschland unterstützt, ist das öffentliche Image der Organisation noch nicht auf dem Niveau, das sie verdient. Das wollen wir ändern.”

Wir stellen die neuen Vorstandsmitglieder im Einzelnen vor:

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von links nach rechts: Matthias Ketteler, Pa Doudou Mbye, Charles Mbye, Michael Blell, Ali Tambadou, Minyan Jobe, Lang K. Konteh.

Nicht abgebildet: Malik Jones, Ulfert Engelkes.

Pa Doudou Mbye – Pa Doudou Mbye ist ein pensionierter internationaler Beamter mit über 25 Jahren Berufserfahrung bei den Vereinten Nationen und war auf mehreren Kontinenten tätig. Vor seiner Tätigkeit bei den Vereinten Nationen arbeitete Pa Doudou Mbye im öffentlichen Dienst der Regierung von Gambia. Neben seiner Tätigkeit im Ministerium für Wirtschaftsplanung und industrielle Entwicklung (MEPID) und im ehemaligen Ministerium für Kommunalverwaltung und Ländereien leitete er mehrere Projekte der Weltbank, der Vereinten Nationen und der EU, insbesondere das erste von der Weltbank finanzierte Stadtentwicklungsprojekt Gambias – das Urban Management & Development Project. “Die Arbeit bei Project Aid gibt mir die Möglichkeit, dem Gesundheitssektor Gambias zu dienen”, sagt er.

Minyan Jobe – Minyan Jobe ist Honorarkonsul von Vietnam in Gambia, Geschäftsführer von ABC Logistics, Past Assistant Governor und derzeitiger Vorsitzender des Rotary District Public Image Committee, Distrikt 9101, Vorstandsmitglied des Media Council of The Gambia und Vorstandsmitglied der gambischen Handeskammer (Chamber of Commerce). “Ich habe eine Leidenschaft dafür, Bedürftigen zu helfen und so die Bemühungen der Regierung im Gesundheitssektor und vor allem in der Kommunalentwicklung zu unterstützen”, sagt er. “Ich glaube, dass dies zu einem gesunden und produktiven Gambia beitragen wird.“

Lang K. Konteh – Lang K. Konteh ist geschäftsführender Direktor der Maadikon Trading Ltd, einer Erdölimport- und Re-Exportfirma. “Ich bin im Herzen ein Philanthrop”, sagt er. “Aus diesem Grund ist es für mich eine Ehre und Freude, zum Vorstandsmitglied von Project Aid The Gambia ernannt zu werden.”

Malik Jones – Malik Jones ist der neue Sekretär des Vorstands und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Malik Jones ist in der Medienberatung und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Er arbeitet als politischer Kommentator und TV-Moderator von Wahlabenden in Gambia und als Zeremonienmeister bei besonderen Veranstaltungen. Der erfahrene Journalist begann seine Rundfunkkarriere 1980 bei Radio Gambia und arbeitete sich vom Ansager zum Produzenten, Senior Producer und Hauptproduzenten hoch. Im Laufe seiner Karriere bekleidete er mehrere wichtige Positionen in der gambischen Medienlandschaft, unter anderem als Generaldirektor von GRTS, dem gambischen Staatsfernsehen.  Im Februar 2017 wurde er zum stellvertretenden Staatssekretär des Ministeriums für Information, Kommunikation und Infrastruktur ernannt, ein Posten, den er zuvor bereits innegehabt hatte.

Die anderen langjährigen Mitglieder des Vorstands in Gambia sind:

Matthias Ketteler, Deutschland, Mitbegründer von Project Aid The Gambia und Sonderbotschafter (Good Will Ambassador At Large)

Abdoulie Charles Mbye, Vorsitzender des Vorstandes, Eigentümer und Geschäftsführer von General Engineering Ltd, einem renommierten Ingenieurbüro in Gambia

Ali Tambadou, Immobilienmakler, der 2004 auch Projektkoordinator für den Bau des Kindergartens in Jahaly war. Ali Tambadou hat eine sehr persönliche Beziehung zu den Gründern von Project Aid The Gambia, die bis zu den Anfängen vor mehr als 35 Jahren zurückreicht. Er setzt die gute Arbeit seines Vaters, des verstorbenen Alhaji MS Tambadou, fort, der als Mitbegründer den Bau der Gesundheitsstation in Jahaly, seinem Heimatdorf, initiierte.

Michael Blell, Manager im Sunset Beach Hotel, Kotu

Ulfert Engelkes, Deutschland, Filmemacher

Auf seiner konstituierenden Sitzung vor wenigen Tagen in Manjai Kunda hat der neu konstituierte Vorstand von Project Aid The Gambia beschlossen, dass er sich neben den bestehenden Projekten künftig auch für die individuelle medizinische Hilfe für bedürftige Menschen in Gambia engagieren wird. Unter anderem sollen Spendenaktionen in den sozialen Medien gestartet werden.

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Rieke Wiese ist neues Mitglied im Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V. Die Mitgliederversammlung hat sie am 12.11.2021 als Nachfolgerin von Dieter Lieken gewählt. Im Vorstand vertritt Rieke Wiese die Regionalgruppe Nord der Projekthilfe.

“Ich möchte vor allem junge Leute begeistern, sich für die Projekthilfe zu engagieren“, sagt Rieke Wiese. Rieke ist 24 Jahre alt und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Kinder-Intensivstation am Klinikum Oldenburg.

Rieke Wiese will jetzt frischen Wind in die Vorstandsarbeit einbringen – „und weiblichen Sachverstand“, sagt sie. Als Gast hat sie bereits seit einem Jahr regelmäßig an den Vorstandssitzungen teilgenommen.

Rieke war 2017 zum ersten Mal in Gambia. „Land und Leute und das, was ich in Gambia erlebt habe, haben mich schon in der ersten Woche gepackt“, sagt sie heute. 2018 hat Rieke drei Monate in der Buschklinik mitgearbeitet: „Ich bin begeistert davon, was ich in Jahaly gesehen habe und was ich selbst dort machen konnte.“ Sie hat erfahren, wie die Gesundheitsversorgung in einem anderen Land funktioniert und wie man in einer anderen Kultur mit ganz anderen Krankheiten und mit Medikamenten umgeht. „Ich war neugierig“, sagt sie. „Das bin ich immer schon.“

„Ich weiß, wie es in der Buschklinik läuft und fühle mich mit Jahaly sehr verbunden. Jetzt möchte ich mich aktiv in die Vorstandsarbeit einbringen, viel dabei lernen und Beruf und ehrenamtliches Engagement verbinden.“

Faszinierend findet Rieke, dass Gambia ein Land ist mit „vier verschiedenen Welten“, wie sie sagt. „Die Welt der Hauptstadt Banjul, die Welt der Touristengebiete an der Küste, die kleine Welt auf dem Gelände des Projektbüros und dann die Welt in der Buschklinik bzw. im Dorf Jahaly.“

 

„Ich mache Platz im Vorstand für jüngere Leute”, sagt Dieter Lieken. “Die Arbeit für die Projekthilfe hat mein Leben bereichert. Ich habe viele Freunde in Gambia gefunden und werde der Projekthilfe auf jeden Fall weiterhin sehr verbunden bleiben.”

Dieter Lieken ist Krankenpfleger und hat 1996 die Regionalgruppe Nord in der Wesermarsch/Niedersachsen gegründet. Dem Vorstand der Projekthilfe gehörte er seit 2006 an.

1994 lernte Dieter Lieken die Projekthilfe kennen. Im August 1994 begleitete er Matthias Ketteler nach Gambia in die Buschklinik. Schon auf dem Rückflug beschloss er, in der Projekthilfe mitzuarbeiten.

“Die übersichtliche Organisation, das engagierte Arbeiten des Vorstandes, aber als Wichtigstes die Herzlichkeit der Bewohner von Jahaly haben mich immer wieder motiviert, für die Projekthilfe zu arbeiten. Dies gilt im Übrigen auch für meine Frau und für meine ganze Familie.”

Dieter Lieken begleitete intensiv den Aufbau der Gartenbau-Projekte in Gambia. Insgesamt hat er vier Hilfskonvois nach Gambia begleitet.

Herzlich Willkommen, Rieke. Und vielen Dank für deine Arbeit, Dieter.

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Der Verein “Räder für Afrika – Tiroler helfen vor Ort” in Österreich hat sich aufgelöst und sein restliches Vereinsvermögen in Höhe von 3.000 Euro an die Projekthilfe Gambia gespendet.

“Wir haben uns gedacht, bei Euch ist das Restvermögen gut angelegt. Alles Gute für Eure tollen Projekte”, schreibt dazu Andreas Langer von dem Verein aus Tirol.

“Räder für Afrika” hatte 2018 einen CITARO-Linienbus auf dem Landweg über Marokko, Mauretanien und Senegal nach Gambia überführt – als Unterstützung für eine gambische Großfamilie. Die Familie wollte ein Unternehmen gründen und mit dem Bus einen Linienverkehr zwischen der gambischen Hauptstadt Banjul und Farafeni auf der Nordbank anbieten. Dies war trotz vieler Versuche allerdings nicht umsetzbar. Daher wurde der Bus vor Ort verkauft, und der Erlös und weitere Spenden des Vereins helfen der gambischen Familie, ihre Grundversorgung zu decken. Der Verein hat außerdem medizinische Hilfsgüter an das Krankenhaus in Farafeni übergeben sowie Fahrräder, Schulbedarf und weitere Spenden für Kinder besorgt.

“Räder für Afrika” hatte 2018 Kontakt zur Projekthilfe aufgenommen, um Tipps für die Überführung des Busses zu bekommen.

Im Mai 2021 endete die Reise der “Räder für Afrika” – der Verein hat sich aufgelöst. “Auch wenn dieses Kapitel zu Ende geht, bleibt vieles bestehen: ein Abenteuer, eine großartige Erfahrung in der Community und unser Beitrag in Afrika und Gambia. Gemeinsam handeln wirkt!”, schreibt der Verein zum Abschied auf seiner Facebook-Seite.

 Die Projekthilfe Gambia “fährt” weiter und verspricht, das anvertraute Vereinsvermögen aus Österreich im Sinne von “Räder für Afrika” zu verwenden.

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Seit dem 15.04.2021 erhebt die Buschklinik von ihren Patient:innen erstmals eine – pauschale – Gebühr für Medikamente in Höhe von (umgerechnet) ca. 1,65 Euro. Bis dahin waren – seit der Eröffnung der Klinik im Jahr 1991 – Medikamente immer kostenlos ausgegeben worden. Anhaltend hohe Patient:innenzahlen in den letzten Jahren (mehr als 30.000 Patient:innen pro Jahr) sind einer der Gründe für diese Änderung.

Auch aus einem weiteren Grund hält die Projekthilfe die Einführung einer Medikamentengebühr für sinnvoll: “Entwicklungszusammenarbeit heißt, die wirtschaftliche Basis von Projekten auf eigene Füße zu stellen”, sagt Matthias Ketteler, Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V. “Die Beteiligung der Patientinnen und Patienten an laufenden Kosten ist ein notwendiger Schritt und verringert die Abhängigkeiten von ausländischen Hilfsgeldern.”

In persönlichen Gesprächen und über eine lokale Radiostation waren die Patient:innen der Buschklinik in den letzten Wochen über die Einführung der pauschalen Medikamentengebühr informiert worden. Die Gebühr wurde von den Patient:innen positiv aufgenommen. In den umliegenden staatlichen Gesundheitseinrichtungen sind kaum oder gar keine Medikamente vorhanden, so dass Patien:innen sich ihre Medikamente in – meist – privaten Apotheken zu erhöhten Preisen selber kaufen müssen.

“Wir garantieren, dass in der Buschklinik auch zukünftig immer ausreichend Medikamente zur Verfügung stehen”, sagt Matthias Ketteler. Gerade erst hat die Projekthilfe für ca. 18.000 Euro Medikamente eingekauft, um die Medikamentenvorräte in der Buschklinik wieder aufzufüllen.

Im Zuge der Einführung der Medikamentengebühr wurden auch die Registrierungs-/Behandlungsgebühr für Kinder zwischen fünf und 15 Jahren leicht angehoben. Die Gebühr beträgt jetzt (umgerechnet) 0,50 Euro statt wie bisher 0,40 Euro. Kinder unter fünf Jahren zahlen – wie bisher – 0,25 Euro, Erwachsene – wie bisher – 0,50 Euro

2020-Verteilung Masken-NBR-Health Center

Die Projekthilfe Gambia hat 23.000 waschbare Mund-Nasen-Masken aus Baumwolle an 51 Gesundheitseinrichtungen in Gambia verteilt. Im Mai hat unsere Partnerorganisation Project Aid The Gambia insgesamt 8.000 Masken in der Provinz “Central River Region” (CRR) an 22 Health Center und kleinere Gesundheitsstationen sowie an das Krankenhaus in Bansang übergeben. Zusätzlich haben die Einrichtungen Info-Blätter mit Informationen zu richtigem Gebrauch und Reinigung der Masken erhalten. Mitte Juli gingen 4.000 an das größte Krankenhaus Gambias, das Edward Francis Small Teaching Hospital (EFSTH) in Banjul sowie weitere 11.000 Masken an zwei Krankenhäuser (Essau District Hospital und Farafenni Hospital), 12 Health Center und 13 Community Clinics in der Provinz “North Bank Region” (NBR).

Die Masken sollen sicherstellen, dass das Personal und jeder Patient und jede Patientin während des Besuchs in den Einrichtungen eine Maske erhält. Patienten geben die Masken anschließend zurück. Die Masken werden nach einer Reinigung mit heißem Wasser und Waschmittel erneut ausgegeben. Eine schriftliche Anleitung erklärt das Verfahren, das die Projekthilfe bereits seit Anfang April in der Buschklinik in Jahaly anwendet.

Die Masken für die “North Bank Region” wurden am 15.07.2020 im Health Center Buniadu im Rahmen einer Pressekonferenz an die regionalen Gesundheitsbehörden übergeben und anschließend von Project Aid The Gambia persönlich an die Gesundheitseinrichtungen ausgeliefert. Zu der Pressekonferenz waren drei Zeitungen und zwei TV-Sender nach Buniadu gekommen. Die Berichte der TV-Sender sind am Ende dieser Seite verlinkt. Die Presseerklärung zur Übergabe der Masken finden Sie| hier | (in englischer Sprache)

Insgesamt hat die Projekthilfe seit April in Gambia 32.300 Masken für ca. 0,50 €/Stück produzieren lassen, 31.800 davon wurden ausgegeben. Die Produktion weiterer Masken wurde bereits in Auftrag gegeben. Die Spendengelder, die wir im April/Mai für die Masken erhalten haben, reichen für insgesamt ca. 47.000 Masken.

Gambia verzeichnet in diesen Tagen den befürchteten Anstieg an COVID-19-Infektionen. Mit Stand vom 20.07.2020 wurden insgesamt 112 Infektionen offiziell registriert. Davon sind 47 Fälle aktiv, 57 Patienten sind genesen. Vier Patienten sind verstorben. Ein Patient ist in den Senegal zurückgekehrt, drei Patienten haben sich abgesetzt. 668 Personen befinden sich in Quarantäne. Insgesamt 4.147 Tests wurden durchgeführt.

StarTV-The Gambia - 16.07.2020

QTV Gambia - 17.07.2020

Container-Gambia-Beatmungsgeräte-Corona-Ketteler

Die Projekthilfe Gambia hat heute von Essen aus einen Hilfscontainer mit medizinischer Ausrüstung nach Gambia auf den Weg gebracht. Der Container wurde mit 36 Beatmungsgeräten für den Einsatz gegen COVID-19 und 18 Pflegebetten beladen. Die gespendete Ausrüstung wird an das Gesundheitsministerium in Gambia weitergegeben.

Die 36 Beatmungsgeräte sind Spenden der Firmen Börgel in Limburg an der Lahn und Löwenstein Medical aus Köln. Die 18 Klinikbetten sind eine Spende der Ruhrlandklinik – Universitätsklinikum Essen. Zusätzlich verladen wurde weiteres medizinisches Zubehör für die Beatmungsgeräte, bereitgestellt von der Projekthilfe Gambia.

Alle Gerätschaften sind gebraucht, aber in einem guten und funktionsfähigen Zustand. Die Beatmungsgeräte dienen der Vorbereitung des westafrikanischen Landes auf die erwartete Zunahme von schwer-erkrankten COVID-19-Patienten. Die Beatmungsgeräte haben einen Neuwert von ca. 200.000 Euro.

Zwar gibt es in Gambia erst 42 offiziell bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23.06.2020), wovon 14 Fälle aktiv sind. 26 Patienten sind genesen, 2 Patienten sind verstorben. Das Land mit 2,3 Millionen Einwohnern verfügt zurzeit allerdings nur über 20 Beatmungsgeräte und acht intensivmedizinische Betten für COVID-19-Patienten.

„Unsere Lieferung von Beatmungsgeräten wird die Ausstattung des gambischen Gesundheitssystems erheblich verbessern“, sagt Matthias Ketteler, Gründer und Vorstandsmitglied der Projekthilfe Gambia. „Noch steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Gambia langsam, aber die Dunkelziffer ist hoch, weil es nur unzureichende Testmöglichkeiten gibt.“ Gesundheitsexperten erwarten einen möglicherweise nicht kontrollierbaren Corona-Ausbruch in Afrika für den Sommer. „Diese verbleibende Zeit wollen wir nutzen, um dabei zu helfen, das marode Gesundheitssystem in Gambia besser aufzustellen.“

Zwei der Beatmungsgeräte sollen an die beste private Klinik in Gambia ausgeliefert werden. Im Gegenzug hat sich diese Klinik bereiterklärt, Personal der staatlichen Kliniken in die Bedienung der Geräte einzuweisen, berichtet Matthias Ketteler.

Die Fa. Löwenstein Medical hatte in den letzten Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, so viele gebrauchte Beatmungsgeräte wie möglich aus verschiedenen Standorten zur Verfügung zu stellen. „Wir freuen uns, dass unsere Geräte einen kleinen Beitrag zur Hilfe vor Ort leisten können“, sagt Timo Löwenstein von der Löwenstein Medical GmbH.

Von der Firma Börgel war Außendienstmitarbeiter Jörk Deimann zur Beladung des Containers nach Essen gekommen. Er engagiert sich schon seit Jahren als aktives Mitglied in der Projekthilfe Gambia e.V. „Ich habe mich bereits mehrfach in Gambia persönlich davon überzeugt, dass Spendengelder und gespendete medizinische Ausrüstung ihr Ziel wirklich erreichen“, sagt Jörk Deimann. „Dass meine Firma sich an dieser Aktion beteiligt, finde ich fantastisch und sehr nachahmenswert.“

Heiko Hannemann, Geschäftsführer Börgel GmbH: „Wir freuen uns an dieser Hilfsaktion mitgewirkt zu haben. Die Beatmungsgeräte können dort noch gute Dienste leisten. Allerdings hoffen wir, dass sie nie zum Einsatz kommen müssen.“

Mitarbeiter der Ruhrlandklinik hatten die Beatmungsgeräte aus Köln und Limburg in Empfang genommen, zusammen mit den Klinikbetten für den Versand vorbereitet und unter Mithilfe von Jörk Deimann und Matthias Ketteler in den Container verladen.

Die Ruhrlandklinik – Universitätsmedizin Essen hatte die Projekthilfe Gambia schon 2019 mit einer Spende von 21 gebrauchten Pflegebetten und weiterer medizinischer Ausrüstung unterstützt.

Der 20-Fuss-Container wird von Essen über den Hafen Rotterdam nach Gambia verschifft. Für Ende Juli ist die Ankunft des Containers in der gambischen Hauptstadt Banjul geplant.

Die Projekthilfe Gambia hat bereits erfolgreich eine Spendenaktion „Masken für Gambia“ durchgeführt und im April/Mai ca. 25.000 Euro an Spenden gesammelt. Inzwischen wurden von den Spendengeldern in Gambia schon über 30.000 waschbare Mund-Nasen-Masken aus Baumwolle hergestellt. Etwa 10.000 Masken wurden an die Buschklinik und umliegende staatliche Gesundheitsstationen verteilt.

Spendenaufruf-Masken-fuer-Gambia

Unsere Spendenaktion „Masken für Gambia“ war ein großer Erfolg. Nach dem Erscheinen unseres  Newsletters vom 04.04.2020 und dem Spendenaufruf „Ein Brief aus Gambia“ vom 20.04.2020 sind bis heute Spenden in Höhe von 21.778,00 Euro auf unserem Vereinskonto eingegangen. Über Facebook haben wir weitere 2.673,70 Euro an Spenden für die Aktion erhalten – insgesamt also 24.671,70 Euro.

Wir bedanken uns aus ganzem Herzen für die vielen kleinen und großen Spendenbeiträge. 20.000 Euro sind schon Ende April nach Gambia an Project Aid The Gambia überwiesen worden. Inzwischen wurden dort bereits 30.000 Masken produziert – und die Produktion läuft weiter…

Die ersten Masken wurden Anfang April ausgeliefert: 1.000 Stück an die Buschklinik und 500 Stück an das Health Center Buniadu, das wir im Auftrag der Riverboat Doctors International e.V. betreuen. In Jahaly und Buniadu erhalten die Patienten eine Maske, die sie nach ihrem Besuch wieder abgeben. Die Baumwollmasken werden dann über Nacht in heißem Wasser mit Waschmittel eingeweicht und am nächsten Tag ausgewaschen und getrocknet, bevor sie erneut ausgegeben werden. Die beiden Health Center waren die ersten und einzigen Gesundheitsstationen in Gambia, in denen überhaupt Masken für Mitarbeiter und Patienten vorhanden waren. Ein kurzes Video dazu können Sie auf Facebook sehen hier (bitte einfach klicken).

In Jahaly werden inzwischen auch persönliche Masken an Patienten und ihre Begleitung gegen eine kleine Gebühr (20 Dalasi, ca. 35 Cent) verkauft. Nach anfänglicher Zurückhaltung der Dorfbevölkerung haben wir inzwischen über 360 Masken an sie verkauft. Viele Menschen, gerade im ländlichen Gambia, glauben nicht an die Existenz des Virus. Woher sollen sie davon auch erfahren – ohne Zugang zu Zeitungen, Radio, TV oder Sozialen Medien? Mehrere tausend Masken haben wir an Firmen in der Küstenregion oder andere Hilfsorganisationen im Land verkauft, z.B. an das Kinderdorf Bottrop in Gambia. Das Krankenhaus von Serekunda, der größten Stadt Gambias, hat 400 Masken kostenlos von uns erhalten. In einigen Apotheken sind unsere Masken ebenfalls zu erwerben. Alle Erlöse fließen zu 100 Prozent in die Produktion weiterer Masken. Mit jeder Maske erhalten Käufer und Nutzer ein DIN-A5-Flugblatt, auf dem der hygienisch korrekte Gebrauch der Masken in Text und Bild erklärt wird. Von diesem Flugblatt haben wir mehrere zehntausend Exemplare drucken lassen.

Am Donnerstag (04.06.2020) haben wir endlich eine Liste bekommen mit 23 Health Centern und lokalen Gesundheitsstationen in der Central River Region rund um Jahaly, an die wir  Anfang dieser Woche insgesamt 8.000 Masken verteilt haben, jeweils 500 bzw. 250 Stück. Außerdem haben wir unseren Projekt-LKW kostenlos zur Verfügung gestellt, mit dem Freiwillige landesweit Reis, Zucker und Öl an Familien verteilt haben, die wegen des Lockdowns in Not geraten sind.

In Gambia hat es offiziell bislang 28 Corona-Fälle (Stand 10.06.) gegeben, fünf davon sind aktiv. 22 Patienten sind genesen, ein Patient ist verstorben. Es muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, da nur unzureichende Testmöglichkeiten existieren. Nur knapp 2.000 Tests wurden bisher durchgeführt, 800 Kontakte verfolgt. 130 Verdachtsfälle sind in Quarantäne. Der Ausnahmezustand im Land wurde am 10. Juni erneut um 21 Tage verlängert. Die für die Bevölkerung lebensnotwendigen Märkte, aber auch Moscheen und Kirchen sind unter Auflagen wieder geöffnet. Ob unser Kindergarten vor Beginn der Sommerferien Mitte Juli noch einmal öffnen kann, wissen wir nicht. Das größte Problem ist aber, das „Social Distancing“ in Gambia nicht funktioniert. Die Regierung empfiehlt dringend das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit. Auf den großen Märkten und auf den Fähren beobachten wir allerdings, dass sich niemand daran hält.

Die Ausstattung des Gesundheitssystems ist schlecht: Für 2,3 Millionen Gambier stehen nur 20 Beatmungsgeräte und acht Intensivbetten zur Verfügung. Die Börgel GmbH in Limburg a. d. Lahn hat uns 12 gebrauchte Beatmungsgeräte für Gambia zur Verfügung gestellt. Anfragen bei weiteren Firmen laufen. Leider warten wir auch dazu seit Wochen auf eine dringend benötigte offizielle Anfrage der gambischen Regierung. Zusammen mit gespendeten Krankenhausbetten der Ruhrlandklinik/Essen sollen die Hilfsgüter Ende Juni nach Gambia verschifft werden. Für alle diese Spenden bedanken wir uns herzlich.

Am Freitag (12.06.) waren wir zu Gast bei “Star TV-The Gambia” in der Sendung “Talk to Malik Jones”. Projektkoordinator Ebrima Jobarteh und Dr. Eliezer Rodriguez berichten über unsere Projekte und unseren Beitrag im Kampf gegen die Verbreitung von Corona/COVID-19 in Gambia. Dr. Rodriguez unterstützt uns zurzeit als medizinischer Berater. Den Talk können Sie hier anschauen:

Hilfe die ankommt-2020

03.06.2020 Stadland Die Corona-Pandemie macht es der Regionalgruppe Nord der Projekthilfe Gambia e.V. unmöglich, die für Oktober 2020 geplante Spendentour nach Gambia durchzuführen. Der Hilfskonvoi wird um ein Jahr auf Oktober 2021 verschoben.

Die Spendentour 2020 ist abgesagt. Bei allem Verständnis, dass die Tour verschoben werden muss, sind die Tour-Teilnehmer sehr betroffen. Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen, wurden Veranstaltungen organisiert. Auch die Mitsommernachts-Party auf der Weserfähre Sandtstedt im Juni 2020 musste abgesagt werden. Zwei Fahrzeuge – Mercedes Sprinter – hatten wir für die Tour 2020 bereits angeschafft. Die gebuchten Rückflüge wurden von der Fluggesellschaft storniert.
Bisher sind in Gambia lt. offiziellen Angaben 26 Menschen an Corona/Covid-19 erkrankt, 4 Fälle sind aktiv, 21 Patienten sind genesen, 1 Patient ist verstorben. Wegen der fehlenden Testmöglichkeiten wird die Zahl der Erkrankten sehr viel höher sein.
Die Gruppe hat beschlossen, die Tour im Oktober 2021 nachzuholen. Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Weltweit bestimmt das Coronavirus den Alltag, und deshalb gab es keine andere Möglichkeit.
Die Nordwest-Zeitung NWZ berichtete schon am 23.04.2020 NWZ: Gambia – Corona-Krise stoppt auch den Autokonvoi