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Workshop-Patricia-Ceesay_20.-22.2.19-03

Wir möchten berichten von einer außergewöhnlichen Fortbildung in unserem Kindergarten in Jahaly. Wir betreuen in diesem Schuljahr 300 Kinder zwischen vier und sechs Jahren. Unser Ziel ist frühkindliche Bildung auf höchstem Niveau, die die Kinder bestmöglich auf ihre weitere Schullaufbahn vorbereitet. Und das alles in einem Dorf auf dem Land, ganz hinten in Gambia, 270 Kilometer von der Küste entfernt. Wir arbeiten mit Lehrern und Erziehern, gelernten und ungelernten, die selbst keine mit Deutschland vergleichbare Ausbildung erfahren haben. Dazu kommen die völlige Abgeschiedenheit des Dorfes, kulturelle Zwänge und eine Gesellschaft im Wandel nach 22 Jahren Diktatur. Man muss sich vorstellen: vor etwa einem Jahr ist erstmals eine Stromleitung im Dorf angekommen, in diesem Monat endlich auch auf unserem Projektgelände. Ganz nebenbei: Im Dorf können sich nur die allerwenigsten einen Anschluss an dieses Stromnetz leisten. Trotz alledem versuchen die Lehrer und Erzieher, ihr Bestes zu geben. Es geht uns nicht um westliche oder afrikanische, nicht um christliche oder muslimische Erziehung, Es geht uns um die Kinder. Es geht uns um ihre Zukunft.

“Bildung ist die einzige Hoffnung”, sagt Patricia Ceesay. Sie betreibt und leitet eine private Montessori-Vor- und Grundschule in Brufut in der Küstenregion. Mindestens einmal im Jahr kommt sie nach Jahaly und macht ehrenamtlich Fortbildung mit unseren Lehrern und Erziehern. Über die drei Workshop-Tage vom 20.-22.02.2019 berichten unsere Freiwilligen Lena und Marieke, die zurzeit ein Praktikum im Jahaly-Madina Kindergarten machen:

Am Mittwoch ist Patricia Cessay in Jahaly angekommen. Da sie schon sehr früh am Morgen angekommen ist, schaut sie sich direkt die „morning classes“ an. Der erste Workshop findet schon in der großen Pause statt. Alle Lehrer versammeln sich dazu in einem Klassenraum.

Zuerst sagt Patricia, was ihr bei der Beobachtung des Unterrichts aufgefallen ist, und lobt die Lehrer: im Vergleich zum letzten Jahr werden die Kinder durch Aktivitäten mehr in den Unterricht mit einbezogen. Danach geht es darum, dass die Kinder auf dem Spielplatz immer unter Beobachtung stehen müssen, damit Unfälle vermieden werden. Außerdem sollen die Klassenräume sauber und ordentlich gehalten werden, um ein besseres Arbeitsklima zu schaffen. Dann geht es um Rechtschreibfehler auf den Plakaten in den Klassenräumen. Die Lehrer sind Vorbild für die Kinder, sagt Patricia, und sollen Rechtschreibfehler vermeiden.

Nächstes Thema: Kinder lernen und verstehen unterschiedlich schnell. Deshalb sollen Kinder auch erst dann in die nächsthöhere Klasse (“level”) kommen, wenn sie dazu bereit sind. Am Ende des Workshops geht es um Teamfähigkeit: Konstruktive Kritik soll angenommen werden, und die Lehrer sollen sich gegenseitig helfen.

Am Nachmittag schaut Patricia sich den Unterricht in den „afternoon classes“ an.

Zurück im Gästehaus beginnen wir (Lena und Marieke) dann direkt damit, neue Materialien für den Unterricht zu produzieren. Eine Methode, die Patricia auch in ihrer Schule anwendet, sind kurze Sätze mit zwei bis sechs Wörtern, die auf verschiedenfarbiges Papier geschrieben werden. Diese können sich die Kinder dann im Unterricht heraussuchen, lesen und abschreiben. Wir erstellen ein Beispiel, das Patricia am nächsten Tag den Lehrern übergibt, damit sie für jede ihrer Klassen so etwas herstellen können.

Am Donnerstag geht Patricia Ceesay im Workshop dann auf die Bedeutung der englischen Sprache im Unterricht ein. Englisch ist die Grundlage der weiteren Ausbildung der Kinder. Patrica spricht darüber, wie wichtig es ist schreiben zu lernen. Viele Kinder lernen am Wochenende Arabisch. Auf Arabisch schreibt man allerdings von rechts nach links und nicht, wie im Englischen, von links nach rechts. Das ist für viele Kinder verwirrend und muss deshalb geübt werden.

Patricia motiviert die Lehrer, indem sie ihnen sagt, was für eine große Rolle sie im Leben der Kinder und so auch in ihrer Erziehung spielen. Die Lehrer sollen deshalb stolz auf ihren Beruf sein.

Den Kindern soll beigebracht werden, dass kein Müll auf den Boden, sondern in die vorhandenen Mülleimer geworfen wird. Nächster Punkt: die Klassenregeln. Klassenregeln sollen in jedem Klassenraum aushängen und am besten jeden Morgen wiederholt werden. Patricia macht noch einmal deutlich, dass im Unterricht der Fokus auf dem Kind liegen soll. Das bedeutet, die Lehrer sollen während des Unterrichts nicht an ihr Handy gehen oder sich mit anderen Sachen beschäftigen. Teil des Workshops ist auch, dass Patricia verschiedene Wörter mit jeweils zwei Vokalen an die Tafel schreibt. Sie erklärt und übt mit allen Lehrern zusammen die Aussprache. Als letzter Punkt wird die Beschaffung von Schul- und Lernmaterial besprochen. Eine Liste mit fehlenden Materialien soll erstellt und an das Projektbüro weitergegeben werden. Den Nachmittag verbringt Patricia damit, sich die „afternoon classes“ anzuschauen. Positiv fällt ihr auf, dass die Kinder mit verschiedenen Lernmethoden lernen. Während einer Stunde zum Thema Gemüse ist ein Lehrer mit den Kindern in den Gemüsegarten gegangen, um sich das Gemüse dort anzuschauen.

Am Freitag gibt Patricia einen letzten Workshop. Hierbei geht sie zuerst auf die Art des Unterrichtens ein. Die Lehrer sollen in einer ruhigen Körperhaltung und mit gesenkter Stimme unterrichten. Außerdem soll die Größe der Klassenräume besser genutzt werden. Damit die Kinder mehr Platz zum Lernen haben und sich besser konzentrieren können, sollen die Tische auseinander gezogen werden. Um sicher zu gehen, dass die Kinder genug trinken, schlägt Patricia kurze Pausen vor, in denen die Kinder Wasser trinken können. Den Kindern soll im Unterricht beigebracht werden, wie man sich z. B. die Zähne putzt oder auch, dass man früh ins Bett gehen soll. Die Kinder nehmen so das Gelernte mit nach Hause und können es dann zuhause anwenden. Es wird danach angesprochen, dass man die Eltern der Kinder einbeziehen soll. Elterntreffen kann man auch dazu nutzen, den Betrag für das Schulessen einzufordern oder den Eltern zu sagen, wie sie ihre Kinder für die Schule fertig machen sollen. Dazu gehört Haare flechten bei den Mädchen, Haare rasieren bei den Jungen – und die Schuluniform regelmäßig zu waschen.

Zum Schluss des Workshops bedankt sich Patricia bei allen und freut sich über die schöne Zusammenarbeit. Außerdem lädt sie alle Lehrer herzlich ein, sich die “Trankil Academy” anzuschauen, ihre Schule in Brufut.

Die Lehrer bedanken sich für die Hilfe und die vielen Tipps von Patricia und freuen sich schon auf ein nächstes Mal.” (Lena Engel / Marieke Osewold)

Die pädagogischen Erkenntnisse aus ihrem Workshop hat Patricia Ceesay in diesem Bericht zusammengefasst:

„Bei meinem dreitägigen Besuch konnte ich während des Vormittags- und Nachmittagsunterrichts alle Klassen sowohl bei der Arbeit als auch beim Spiel beobachten.

Ich freue mich festzustellen, dass der Unterricht interaktiver und ordentlicher geworden ist. Die Lehrer hatten eine Fülle von Lehr- und Lernmaterialien vorbereitet, die sie täglich verwenden. Wie auf dem letzten Treffen besprochen, haben die Lehrer festgestellt, dass der Unterricht geordneter war, wenn Kinder aktiv an ihrem eigenen Lernen teilnehmen. Die Lehrer sagten, dass sie dadurch auch selbst weniger müde werden und ihnen der Unterricht mehr Freude macht.

An allen drei Tagen habe ich eine Schulung abgehalten. Während dieser Sitzungen konnte ich meine Beobachtungen mit den Mitarbeitern teilen, ihre Bedenken und Einschränkungen besprechen und konkrete Möglichkeiten vorschlagen, wie sie ihre Arbeit im Kindergarten verbessern können, ihre Beziehung zu den Eltern, den Kontakt mit der Dorfbevölkerung und mit der Grundschule, in der die meisten Kinder später ihre Bildungskarriere fortsetzen.

Es ist erfreulich, dass die Lehrer bereit sind, Vorschläge zur persönlichen und professionellem Verbesserung umzusetzen.

Bei jedem weiteren Besuch kann ich das Vertrauen der Lehrer, ihr Verständnis für die Kinder und die Durchführung von Unterrichts und Unterrichtsmanagement deutlich verbessern. Ich habe keinen Zweifel, dass sie weiterhin gute Arbeit leisten werden.“ (Patricia Ceesay)

 

Fotos: ©2019 Projekthilfe Gambia e.V. / Lena Engel, Marieke Osewold

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DSC_0447-kleinEine Spende ist das eine – die Umsetzung in Afrika aber ist manches Mal gespickt mit Hindernissen. Die Ernst-Weichel-Grundschule in Heiningen hat der Projekthilfe Gambia e.V./Hattingen ihre gebrauchten Schulmöbel gespendet. Der IT-Sicherheitshersteller G DATA aus Bochum hat die Transportkosten von Heiningen nach Jahaly übernommen. (Presseerklärung G DATA)

Dies ist die Geschichte von 60 Schultischen und 148 Stühlen und ihrer Reise von Deutschland bis ins Dorf Jahaly in Gambia.

Die Schulmöbel wurden von einem ehemaligen Schüler der Schule und ex-Freiwilligen der Projekthilfe Ende Februar in Heiningen in einen Schiffscontainer verladen. Die 6.000 lange Reise über Rotterdam und den Hafen in Banjul/Gambia dauerte sieben Wochen und verlief ohne Probleme.

Anschließend dauerte es fünf weitere Tage, die Zollbefreiung für die Ladung zu bekommen. Am 26. April schließlich konnten Tische und Stühle am Projektbüro ausgeladen und zwischengelagert werden.

Am 2. Mai wurden die Möbel in den projekteigenen Lkw verladen für den Transport nach Jahaly. Die letzten 270 Kilometer vom Projektbüro bis nach Jahaly erwiesen sich dann noch einmal als unvorhergesehen hindernisreich.

Am frühen Morgen des 3.Mai verlässt der Lkw das Projektgelände. Mit der Fähre setzt der Lkw auf die Nordseite des Gambia-Flusses über. Im Dorf Buniadu wartet Projekthilfe Chef Matthias Ketteler, um 38 Stühle an einen kleinen Kindergarten zu übergeben. Anschließend macht sich der Lkw auf den Weg nach Jahaly – noch 250 Kilometer.

Kurz nach 12:00 Uhr mittags: der Lkw-Fahrer ruft an. In voller Fahrt ist der linke Vorderreifen geplatzt. Er hat die Kontrolle über den Wagen verloren, ist von der Landstraße abgekommen, hat einen Baum im Busch umgefahren und steht jetzt am Straßenrand, um den Reifen zu wechseln. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Das Problem: der Fahrer hat keinen geeigneten Wagenheber. Matthias Ketteler beschafft in einem Dorf einen Wagenheber. Der Reifen wird gewechselt, der Wagenheber zurückgebracht. Die Verkehrspolizei in einer 25 Kilometer entfernten Stadt wird informiert, da ein Unfallbericht für die Versicherung benötigt wird. Der diensthabende Polizist hat kein Fahrzeug zur Verfügung. Wie lange er braucht, um eines zu besorgen, ist unklar. Das kann Stunden dauern und würde für das Projektteam eine Übernachtung in den Fahrzeugen mitten im gambischen Busch bedeuten. Außentemperatur am Nachmittag: ca. 45 Grad Celsius.

Projekthilfe-Chef Ketteler entscheidet, nicht auf die Polizei zu warten. Der LKW bleibt nach den ersten 300 Metern schon wieder stehen: auch der Kühler ist beim Unfall beschädigt worden und verliert große Mengen Wasser. Das Team besorgt Kanister mit Wasser in einer nahegelegenen Gesundheitsstation. In immer kürzeren Abständen muss Wasser nachgekippt werden – so geht es nicht weiter. Matthias Ketteler holt in der nächstgrößeren Stadt Klebstoff (Harz), um die Löcher im Kühler notdürftig zu flicken. Dreißig Kilometer hin, dreißig zurück. Mit Tempo 60 geht es dann in die Stadt Farafenni. Dort muss ein zweiter Reifen gewechselt werden, der beim Unfall beschädigt worden war. In Farafenni muss das Projektteam mit der Fähre erneut über den Gambia-Fluss übersetzen. Es bedarf viel Erfahrung und Überredungskünste, um mit der nächstmöglichen Fähre mitgenommen zu werden. Die Wartezeit kann sonst schon mal mehrere Stunden dauern. Die letzten hundert Kilometer nach Jahaly legt der kleine Konvoi im Schneckentempo zurück. Die Dunkelheit bricht herein – der Lkw hat nur noch ein intaktes Vorderlicht. Projekthilfe-Chef Ketteler fährt voraus und sichert den Lkw ab. Ankunft in Jahaly 16 Stunden nach der Abfahrt vom Projektbüro. 16 Stunden für 270 Kilometer…

Aber: Ende gut – alles gut. Am nächsten Morgen werden die Möbel entladen, zusammengebaut, gesäubert und von Lehrern und Schülern in ihre Schule getragen – gleich auf der anderen Straßenseite gegenüber von der Buschklinik. – P.S.: auf der Rückfahrt des LKW platzt ein dritter Reifen. Nach sieben Stunden Fahrt ist der LKW dann zurück am Projektbüro.

Die letzten 200 Meter der langen Reise von 60 Schultischen und 110 Stühlen haben wir hier unten in einem kurzen Video dokumentiert:

Video: Ankunft Schulmöbel in Jahaly (2018)

Bildergalerie

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Rocking Arrows – am 26. August LIVE in Edewecht

Samstag, 26. August 2017 – 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Nelkenstraße 3a (Tischlerei Zehrendt) in 26188 Edewecht

Veranstalter: Projekthilfe Gambia e.V. / Regionalgruppe Nord

Abendkasse 12,00 Euro

Startschuss… der Vorverkauf hat begonnen, und die Vorbereitungen versprechen eine “kuschelige” Veranstaltung. Kuschelig? Ja, die Anzahl der Karten ist limitiert. Der frühe Vogel fängt den Wurm…

Mal wieder richtig abrocken, die Band verspricht einen rockigen Abend mit Hits von Chuck Berry, Buddy Holly, den Beatles, Rolling Stones, Westernhagen, Status Quo, ACDC, ZZ Top, Tina Turner, Melissa Etheridge und neuer Deutscher Welle. Die „Rocking Arrows“ sind erfahrene Musiker mit Harald Bischof am Bass und Gesang, Otto Feldhus an der Rhythmusgitarre, Peter Filusch am Keybord, Gerd Ahrends an der Solo-Gitarre, Karl-Heinz Rose am Schlagzeug und Sänger Ortwin Bulk. Unterstützt werden sie an dem Abend von der Ammerländer Rockröhre Carola Beninga. Mit dem Teufelsgeiger und Saxophonisten Sorin Ferrad werden alte Rockhits noch mal aufgepeppt. Das Stück von City „Am Fenster“ ist dabei das Highlight. Die Band verspricht, dass es ein toller und tanzreicher Abend mit viel Spaß und guter Laune wird.

Karten im Vorverkauf für 9,00 Euro gibt es hier:

Restaurant CiaoCiao – Hauptstraße – Edewecht
Seniorenzentrum Adewacht – Grubenhof – Edewecht
Tischlerei Zehrendt – Nelkenstraße – Edewecht
Weber & Reil – Nelkenstraße – Edewecht
Metallbau Olaf Schrör – Lohacker – Edewecht
OLB Rodenkirchen – Marktstraße – Stadland
Cafe Zauberhafte LebenZart – Hauptstraße – Ostrhauderfehn

Alle Erlöse gehen an die Projekthilfe Gambia e.V.
www.buschklinik.de

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Mass-Suso-u-Matthias-Ketteler-4-Ausschnitt

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Projekthilfe Gambia e.V.!

Zum 1. Juni 2017 hat unser neuer Projektmanager in Gambia, Mass Suso, seine Arbeit aufgenommen.

Mass Suso hat ein Diplom in Management und einen zusätzlichen Abschluss “Öffentliche Verwaltung”. Er hat Seminare zu den Themen Leadership (Führung) und Personal-Management  absolviert. Bis November 2015 war er Personalleiter in der Geschäftsführung der Firma Radville Farms Ltd. in Gambia.

Der Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V.  freut sich sehr auf die Zusammenarbeit. In den ersten Monaten wird Mass Suso unterstützt von Biba Mousa, die 2011/2012 Projektmanagerin war.

Die Hintergründe zum Wechsel des Managements lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nach einer überraschenden Kündigung des vierköpfigen Management-Teams sowie im Anschluss die Kündigung aller Projekt-Mitarbeiter von Buschklinik und Kindergarten in Jahaly standen Mitte Mai 2017 alle Projekte in Gambia nach 25 Jahren plötzlich kurz vor dem Aus.

Die Buschklinik war 17 Tage geschlossen. Die Klinik-Mitarbeiter haben erst am 06. Juni 2017 ihre Arbeit – vorläufig – wieder aufgenommen.

Für Entscheidungen des Vorstands notwendige Informationen aus den Projekten übermittelte das ehemalige Management-Team unvollständig, verspätet oder gar nicht. Informationen des Vorstands an die Mitarbeiter in Jahaly wurden nicht übermittelt.

Das ehemalige Management ersetzte ein Schreiben der Klinik-Mitarbeiter, in dem Gehaltserhöhungen gefordert wurden, durch eine eigene, völlig anders lautende Version, betitelte es als „Kündigung“ („Letter of Resignation“) und verschickte es an den Vorstand in Deutschland.

Der Vorstand wird nach weiteren Recherchen und Ermittlungen entscheiden, ob gegen das ehemalige Management in Gambia Strafanzeige wegen Urkundenfälschung u.a. gestellt wird.

Der Kindergarten bleibt zunächst geschlossen und wird nach den Sommerferien im September wieder öffnen. Die Projekthilfe ist zur Zeit in Verhandlung mit der gambischen Regierung, die ab dem neuen Schuljahr das Personal für den Kindergarten stellen soll. Die Bereitschaft dazu hat das gambische Bildungsministerium bereits mitgeteilt. Die Projekthilfe bleibt zuständig für die Gebäude, für Renovierungen und Unterrichtsmaterialien.

Diese Zusammenarbeit mit der gambischen Regierung ist zunächst als Pilotprojekt für einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Sofern die bisherige Qualität von Unterricht und Betreuung der Kinder erhalten bleibt, hält der Vorstand der Projekthilfe eine solche Kooperation für zukunftsweisend in der Entwicklungszusammenarbeit: Gemeinnützige Organisationen wie die Projekthilfe sind verantwortlich für Gebäude und Instandhaltung und behalten Einfluss auf Organisation und Struktur der Einrichtung. Die Regierung stellt das Personal.

Sollte diese Kooperation sich nicht zur Zufriedenheit der Projekthilfe entwickeln, würden die Mitarbeiter nach Ablauf der Pilotphase als Angestellte zur Projekthilfe zurückkehren.

Durch die Einsparung der Personalkosten für die Lehrer des Kindergartens stehen der Projekthilfe Finanzmittel zur Verfügung, die der Vorstand langfristig für die Unterstützung weiterer staatlicher Gesundheitsstationen und Schulen einsetzen möchte.

Als erstes Projekt übernimmt die Projekthilfe in der staatlichen Gesundheitsstation Njaba Kunda Health Centre die Verantwortung für Gebäude und Anlagen (Wasser/Solar) sowie für die Versorgung mit Medikamenten.

Der Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V. hat in diesem Zusammenhang eine strategische Neuausrichtung der Projektarbeit in Gambia beschlossen:

  1. Die Buschklinik bleibt als Modellklinik komplett in der Hand der Projekthilfe
  2. Die Moringa-Plantage wird weiterhin durch die Projekthilfe betrieben
  3. Der Kindergarten wird in einer zweijährigen Pilotphase in Kooperation mit der gambischen Regierung betrieben
  4. Das Njaba Kunda Health Centre als gemeinsames Pilotprojekt von Projekthilfe und Regierung führt im Erfolgsfall zu einer Neu-Organisation der ländlichen Gesundheitsversorgung in Gambia

Eine ausführliche Stellungnahme stellt die Projekthilfe auf Anforderung gerne zur Verfügung. Diese Stellungnahme wird auf der nächsten ordentlichen Jahresmitgliederversammlung der Projekthilfe Gambia e.V. ausliegen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Vorstand

Projekthilfe Gambia e.V.

Matthias Ketteler, Frank Heuer, Dieter Lieken, Ulfert Engelkes, Thomas Wiegeman

Hattingen, am 12. Juni 2017

Mass-Suso-u-Matthias-Ketteler-4-Ausschnitt

Mass-Suso-u-Matthias-Ketteler-4-AusschnittMatthias Ketteler, (Mit-) Gründer und Vorsitzender der Projekthilfe Gambia e.V., begrüßt Mass Suso als neuen Projektmanager der Projekthilfe in Gambia.

Mass Suso hat ein Diplom in Management und einen zusätzlichen Abschluss “Öffentliche Verwaltung”. Er hat Seminare zu den Themen Leadership (Führung) und Personal-Management  absolviert. Bis November 2015 war er Personalleiter in der Geschäftsführung der Firma Radville Farms Ltd. in Gambia.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

Dieser Wechsel zum 01. Juni war notwendig geworden, nachdem unser bisheriges Management-Team Mitte Mai aus heiterem Himmel gemeinsam und fristlos gekündigt hatte.

Eine ausführliche Stellungnahme dazu folgt in Kürze.

2018-Health-Centre-Buniadu

20170103_Christian-Göken-Ramatoulie Saidykhan-Famara-Fatty-Manjai-Office-kleinDie beiden gemeinnützigen Vereine Projekthilfe Gambia e.V. (Hattingen) und Riverboat Doctors International e.V.  (Ganderkesee) vereinbaren eine enge Zusammenarbeit in Gambia. Zum 01.02.2017 übernimmt der Partnerverein der Projekthilfe in Gambia, Project Aid The Gambia, Management und Betrieb des Gesundheitszentrums Buniadu der Riverboat Doctors für zunächst sechs Monate. Durch die Kooperation mit der Projekthilfe kann das Health Centre, das seit November 2016 geschlossen ist und zuvor monatlich etwa eintausend Patienten versorgte, wieder geöffnet werden.

 Große Erleichterung beim Vorstand der Riverboat Doctors International e.V.: das Health Centre Buniadu, ein Gesundheitszentrum am Nordufer des Gambia-Flusses, kann Anfang Februar 2017 den Betrieb wieder aufnehmen. Project Aid The Gambia, das seit 1991 im Dorf Jahaly am Südufer des Flusses für die Projekthilfe Gambia die Buschklinik Hattingen betreibt,  übernimmt Management, Verwaltung und Betrieb der Gesundheitsstation Buniadu für zunächst sechs Monate.

Die Gesundheitsstation Buniadu, die ausschließlich mit Spendenmitteln der Riverboat Doctors finanziert wird, hatte ihre Arbeit Anfang November 2016 eingestellt. Eine deutsche Krankenschwester, die das Projekt seit vielen Jahren mit großem persönlichen Engagement geleitet hatte, hatte ihre Arbeit vor Ort aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen.

„Wir hatten die Befürchtung, alles zu verlieren“, sagt Christian Göken, erster Vorsitzender der Riverboat Doctors, „der Verein seine Gesundheitsstation, unsere gambisches Personal seine Arbeit und unsere Patienten ihre Gesundheitsversorgung.“

Die Projekthilfe und ihre gambische Partnerorganisation, Project Aid The Gambia, waren bereit zu helfen und übernehmen jetzt den Betrieb des Health Centre Buniadu.

„Auch die gambischen Behörden begrüßen diese Entscheidung“, sagt Matthias Ketteler, Mit-Gründer und Vorstandsmitglied der Projekthilfe. „Alle Beteiligten profitieren jetzt von der über 30-jährigen Erfahrung der Projekthilfe mit Gesundheitsprojekten in Gambia.“

Eine Krankenschwester/Hebamme für das Gesundheitszentrum ist bereits gefunden und nimmt ihre Arbeit in Buniadu Anfang Februar auf. Die Arbeitsverträge von sieben Hilfskrankenschwestern, zwei Reinigungskräften sowie zwei Wachleuten wurden verlängert.

Project Aid The Gambia übernimmt für das Health Centre Buniadu, das erst kürzlich komplett renoviert wurde, die Projektbetreuung. Gehaltsstruktur, Preisgestaltung (Patientengebühren und kostenlose Medikamentenausgabe) und Buchhaltung sowie die Kommunikation mit dem deutschen Träger werden an das System der Projekthilfe angepasst.

“Die Arbeit unseres dreiköpfigen Managementteams im Projektbüro ist inzwischen so gut eingespielt, dass wir die zusätzliche Aufgaben zur Zufriedenheit der Spender und Förderer in Deutschland übernehmen können“, sagt Famara Fatty, Projektmanager der Partnerorganisation der Projekthilfe in Gambia.

Alle Kosten, die für den Betrieb und das Management des Health Centre Buniadu entstehen, werden von Riverboat Doctors International e.V. getragen. Die Vorstände der beiden Vereine erhoffen sich zudem Kostenreduzierungen durch das gemeinsame Management der Projekte, zum Beispiel beim Einkauf von Medikamenten, durch Personalaustausch und gemeinsame Fortbildungen.

Foto: Christian Göken, 1. Vorsitzender Riverboat Doctots International e.V., Ramatoulie Saidykhan, Hebamme/Krankenschwester Health Centre Buniadu, und Famara Fatty, Projektmanager Project Aid The Gambia

über Riverboat Doctors International e.V.

Der als gemeinnützig anerkannte Verein Riverboat Doctors International e.V. wurde 2004 gegründet und hat seinen Sitz in Ganderkesee/Niedersachsen. Seit 2007 betreibt der Verein ein Gesundheitszentrum für ambulante Versorgung im Dorf Buniadu auf der Nordseite des Flusses Gambia, das „Buniadu Health Centre“. Das Team des Gesundheitszentrums besteht aus zwölf einheimischen Mitarbeitern inklusive einer ausgebildeten Krankenschwester/Hebamme. Regelmäßige personelle Unterstützung bekommt das Team vor Ort durch Freiwillige (Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, sowie Handwerker) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Täglich finden etwa 70 ambulante Behandlungen statt, ein Großteil davon Kinder. Infektionskrankheiten, Malaria, Wurmerkrankungen, Verbrennungen und Unfälle aller Art werden behandelt, zunehmend auch chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit einheimischen Fachkräften Aufklärungskurse in den Bereichen Ernährung und Hygiene angeboten. Vorstand und Mitglieder des Vereins in Deutschland arbeiten ehrenamtlich. Das Health Centre Buniadu verfügt seit 2011 über eine Wasserversorgung und eine Solaranlage.

Weitere Informationen:

Homepage:   www.rdi-ev.de

Facebook:     www.facebook.com/riverboatdoctors

 

 

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mariama-dobasin-swWir trauern um Mariama Dobasin, die gestern Abend (27.11.2016) völlig unerwartet im Alter von 24 Jahren in Jahaly verstorben ist. Mariama war seit dem 24.10.2014 Hilfskrankenschwester in der Buschklinik. In unserem Krankenwagen wird sie nach Brikama überführt, wo sie heute im Kreise ihrer Angehörigen beerdigt wird. Sie hinterlässt ihren Ehemann.

 

Vorstand Projekthilfe Gambia e.V.

Management Project Aid The Gambia und alle Mitarbeiter

alle Mitarbeiter Jahaly Health Centre

alle Mitarbeiter Jahaly/Madina Kindergarten

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Gemeinsam mehr erreichen – unter diesem Motto unterstützt der Bochumer IT-Sicherheits-Hersteller G DATA Software AG jetzt die Projekthilfe Gambia e.V.  Von jedem online verkauften Produkt geht eine Spende in Höhe von einem Euro an Buschklinik und Kindergarten in Jahaly.

„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit G DATA. Die Projekthilfe Gambia ist nah bei den Menschen und kümmert sich mit großem Engagement um ihre gambischen Mitarbeiter. Wir handeln fair, ehrlich und tolerant. Unsere Projekte sind innovativ und nachhaltig. Projekthilfe und G DATA passen gut zusammen”, sagt Matthias Ketteler, Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V.

“Soziales Engagement wird bei G DATA groß geschrieben”, sagt Kai Figge, Vorstand und Mitgründer von G DATA. “Das Konzept der Projekthilfe Gambia hat uns sofort überzeugt. In der Buschklinik in Jahaly wurden seit der Gründung über eine halbe Million Patienten versorgt. Im vergangenen Jahr sind die Patientenzahlen drastisch gestiegen und das Projekt benötigt weitere Unterstützung.”

Eine Malaria-Behandlung in der Buschklinik in Gambia kostet ein Euro. Jeder Euro, den G DATA  an die Projekthilfe spendet, rettet ein Menschenleben.  Da die Verwaltungs- und Werbekosten der Projekthilfe Gambia sehr gering sind, kommen von jedem gespendeten Euro etwa 99 Cent in den Projekten vor Ort an.

“Wir laden interessierte Mitarbeiter von G DATA ein, sich bei uns in Gambia selbst ein Bild zu machen von unseren innovativen und nachhaltigen Projekten.  Unsere Buschklinik in Jahaly ist die beste Einrichtung ihrer Art in Gambia. Wir freuen uns darüber, dass das soziale Engagement von G DATA und seinen Mitarbeitern jetzt den Menschen im kleinsten Land Afrikas zugutekommt“, sagt Matthias Ketteler von der Projekthilfe.

Die Menschen in Jahaly sagen “Dankeschön”.

 

Die Presseerklärung der Projekthilfe Gambia finden Sie | hier |

Die Presseerklärung von G DATA finden Sie | hier |

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Sign-board-Jahaly-Health-Centre-BuschklinikVACANCY ANNOUNCEMENT

Project Aid The Gambia invites suitable qualified applicants for the position of a Midwife preferably State Register Nurse (SRN Midwife) at our Jahaly Health Centre CRR.

 

SUCCESSFUL APPLICANT

The successful applicant will be provided with a suitable accommodation with free electricity and water supply 24 hrs daily.

SALARY

The salary attached to the position is negotiable depending on qualification and experience.

TO APPLY

Interested candidates for this position can submit their application with the relevant documents to the Project Manager at the Head Office in Manjai Kunda Tel: 4461187 or 9937432/ 6937432/ 3041229. Email: projectaid@work.gm

REFERENCES

Names and addresses of two referees are required.

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All applications should be submitted on asap.

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