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Corona: Projekthilfe und Deutsche Botschaft übergeben Beatmungsgeräte und Klinikbetten in Gambia

Die Projekthilfe Gambia  hat heute in Gambia 36 Beatmungsgeräte für die Behandlung von schwer erkrankten Corona-Patienten und 18 Klinikbetten an das Gesundheitsministerium übergeben. Auch die deutsche Botschaft vor Ort beteiligt sich mit einem finanziellen Beitrag für medizinisches Zubehör.

Die 36 Beatmungsgeräte sind Spenden der Firmen Börgel in Limburg an der Lahn und Löwenstein Medical aus Köln.  Zusätzlich übergeben wurde weiteres medizinisches Zubehör für die Beatmungsgeräte, bereitgestellt von der Projekthilfe Gambia. Janine Hölscher, Politische Referentin des Deutschen Botschaftsbüros in Gambia, übergab die Geräte während einer Pressekonferenz auf dem Gelände des Büros der Projekthilfe in Gambia.

„Die Beatmungsgeräte erreichen Gambia zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Projekthilfe-Chef Matthias Ketteler. Seit Ende Juni habe sich die Corona-Lage in dem kleinsten Land auf dem afrikanischen Kontinent drastisch verschärft: „Ende Juni gab es lediglich 42 offiziell bestätigte Corona-Fälle und zwei Todesfälle. Inzwischen, nur acht Wochen später, wurden in Gambia 2.401 Corona-Fälle und 81 Todesfälle registriert.“ (Stand: 18.08.2020)

Die Projekthilfe Gambia hatte die dringend benötigten Hilfsgüter Ende Juni am Universitätsklinikum Essen in einen Container verladen und per LKW und Schiff auf den Weg nach Gambia gebracht. Die medizinische Ausrüstung hat einen (Neu-) Wert von insgesamt ca. 45.000 Euro.

Timo Löwenstein, Vice President & Regionalverkaufsleitung West, Löwenstein Medical GmbH: „Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und spenden als Familienunternehmen gerne lebenserhaltende Geräte an die Projekthilfe Gambia e.V. Die Beatmung ist eine unserer Kernkompetenzen und wir hoffen, einen Beitrag zur Verbesserung der Lage vor Ort zu leisten.“

Heiko Hannemann, Geschäftsführer Börgel GmbH: „Über die derzeitige Entwicklung der Corona-Pandemie sind wir sehr bestürzt. Wir hoffen durch den Einsatz unserer zur Verfügung gestellten Beatmungsgeräte einen guten Beitrag zur Bewältigung leisten zu können.“

Das Verbindungsbüro in Gambia der deutschen Botschaft im benachbarten Senegal beteiligt sich zusätzlich mit 7.000 Euro für den Erwerb von medizinischem Zubehör für die Beatmungsgeräte. Die Projekthilfe Gambia wird diese Ausrüstung kurzfristig beschaffen und so schnell wie möglich nach Gambia verschicken.

„Die deutsche Botschaft unterstützt dieses sehr wichtige Projekt gerne als eines unserer Mikroprojekte. Die Beatmungsgeräte und die Ausrüstung werden angesichts der zunehmenden COVID-19-Fälle in Gambia dringend benötigt, und die Projekthilfe Gambia e.V. ist seit vielen Jahren ein vertrauenswürdiger Partner in Gambia “, sagte Janine Hölscher vom deutschen Botschaftsbüro in Gambia bei der Pressekonferenz. Mit dem Kleinstprojektprogramm unterstützt die Deutsche Botschaft Initiativen von Nicht-Regierungsorganisationen zur Verbesserung der Grundbedürfnisse der armen und am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Das medizinische Equipment wird über den Central Medical Store des gambischen Gesundheitsministeriums an Kliniken in Gambia verteilt. “Ich bedanke mich im Namen des Präsidenten und des Gesundheitsministerium für die dringend benötigte Ausrüstung im Kampf gegen das Coronavirus.”, sagte Musa Omar Saine, Senior Logistics Officer des Central Medical Store. “Dieses wichtige medizinische Equipment erreicht uns zum richtigen Zeitpunkt.”

Alle Gerätschaften sind gebraucht, aber in einem sehr guten und funktionsfähigen Zustand. Zwei Beatmungsgeräte werden einer privaten Klinik in Gambia überlassen, die sich im Gegenzug bereiterklärt hat, Personal der staatlichen Kliniken in die Bedienung der Geräte einzuweisen.

“Wir haben die Geräte auf ihre Funktion getestet und auf Englisch umgestellt”, sagte Dr. Eliezier Rodriguez, ein Arzt aus Venezula, der zurzeit als medizinischer Berater bei der Projekthilfe in Gambia tätig ist. “Wir haben auch die Bedienungsanleitungen auf Englisch übersetzt und ich werde bei dem Training des Personals gerne behilflich sein.”

Die 18 Klinikbetten sind eine Spende des Universitätsklinikums Essen. Das Klinikum hatte die Projekthilfe Gambia bereits Anfang 2020 und auch schon 2019 mit einer Spende von insgesamt 39 gebrauchten Pflegebetten und weiterer medizinischer Ausrüstung unterstützt. Die Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Essen und der Projekthilfe Gambia e.V.  ist eine Initiative von Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen: „Wir beteiligen uns als Universitätsmedizin Essen gerne an einer Verbesserung des Gesundheitssystems in Gambia. Ich hoffe, dass unsere Unterstützung die Patienten erreicht und so die medizinische Versorgung in Gambia verbessert. Auch in Zukunft sind wir bereit, mit der Projekthilfe Gambia medizinisches Gerät in Gambia sinnvoll einzusetzen.“

Außerdem: Die Projekthilfe Gambia hat in den letzten Monaten in Gambia mehr als 35.000 waschbare Mund-Nasen-Masken produzieren lassen. 25.000 davon sind kostenlos an über 50 Gesundheitsstationen und Krankenhäuser verteilt worden. 10.000 Masken wurden zum Selbstkostenpreis an andere Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen abgegeben.

Zu der Pressekonferenz waren drei gambische TV-Stationen, eine Zeitung und Vertreter von zwei Online-Medien erschienen. Einen Facebook-Livestream der Pressekonferenz können Sie sich nachträglich anschauen | hier |

Die komplette Presseerklärung lesen Sie | hier |

Nachfolgend die Nachrichtenbeiträge von drei gambischen TV-Sendern.

Paradise TV Gambia 20.08.2020

StarTV - The Gambia 21.08.2020

QTV Gambia 20.08.2020

Ulfert

Filmmaker, Journalist, Freelancer, Video Journalist

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