Markiert: Njaba Kunda Health Centre

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Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Projekthilfe Gambia e.V.!

Zum 1. Juni 2017 hat unser neuer Projektmanager in Gambia, Mass Suso, seine Arbeit aufgenommen.

Mass Suso hat ein Diplom in Management und einen zusätzlichen Abschluss “Öffentliche Verwaltung”. Er hat Seminare zu den Themen Leadership (Führung) und Personal-Management  absolviert. Bis November 2015 war er Personalleiter in der Geschäftsführung der Firma Radville Farms Ltd. in Gambia.

Der Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V.  freut sich sehr auf die Zusammenarbeit. In den ersten Monaten wird Mass Suso unterstützt von Biba Mousa, die 2011/2012 Projektmanagerin war.

Die Hintergründe zum Wechsel des Managements lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nach einer überraschenden Kündigung des vierköpfigen Management-Teams sowie im Anschluss die Kündigung aller Projekt-Mitarbeiter von Buschklinik und Kindergarten in Jahaly standen Mitte Mai 2017 alle Projekte in Gambia nach 25 Jahren plötzlich kurz vor dem Aus.

Die Buschklinik war 17 Tage geschlossen. Die Klinik-Mitarbeiter haben erst am 06. Juni 2017 ihre Arbeit – vorläufig – wieder aufgenommen.

Für Entscheidungen des Vorstands notwendige Informationen aus den Projekten übermittelte das ehemalige Management-Team unvollständig, verspätet oder gar nicht. Informationen des Vorstands an die Mitarbeiter in Jahaly wurden nicht übermittelt.

Das ehemalige Management ersetzte ein Schreiben der Klinik-Mitarbeiter, in dem Gehaltserhöhungen gefordert wurden, durch eine eigene, völlig anders lautende Version, betitelte es als „Kündigung“ („Letter of Resignation“) und verschickte es an den Vorstand in Deutschland.

Der Vorstand wird nach weiteren Recherchen und Ermittlungen entscheiden, ob gegen das ehemalige Management in Gambia Strafanzeige wegen Urkundenfälschung u.a. gestellt wird.

Der Kindergarten bleibt zunächst geschlossen und wird nach den Sommerferien im September wieder öffnen. Die Projekthilfe ist zur Zeit in Verhandlung mit der gambischen Regierung, die ab dem neuen Schuljahr das Personal für den Kindergarten stellen soll. Die Bereitschaft dazu hat das gambische Bildungsministerium bereits mitgeteilt. Die Projekthilfe bleibt zuständig für die Gebäude, für Renovierungen und Unterrichtsmaterialien.

Diese Zusammenarbeit mit der gambischen Regierung ist zunächst als Pilotprojekt für einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Sofern die bisherige Qualität von Unterricht und Betreuung der Kinder erhalten bleibt, hält der Vorstand der Projekthilfe eine solche Kooperation für zukunftsweisend in der Entwicklungszusammenarbeit: Gemeinnützige Organisationen wie die Projekthilfe sind verantwortlich für Gebäude und Instandhaltung und behalten Einfluss auf Organisation und Struktur der Einrichtung. Die Regierung stellt das Personal.

Sollte diese Kooperation sich nicht zur Zufriedenheit der Projekthilfe entwickeln, würden die Mitarbeiter nach Ablauf der Pilotphase als Angestellte zur Projekthilfe zurückkehren.

Durch die Einsparung der Personalkosten für die Lehrer des Kindergartens stehen der Projekthilfe Finanzmittel zur Verfügung, die der Vorstand langfristig für die Unterstützung weiterer staatlicher Gesundheitsstationen und Schulen einsetzen möchte.

Als erstes Projekt übernimmt die Projekthilfe in der staatlichen Gesundheitsstation Njaba Kunda Health Centre die Verantwortung für Gebäude und Anlagen (Wasser/Solar) sowie für die Versorgung mit Medikamenten.

Der Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V. hat in diesem Zusammenhang eine strategische Neuausrichtung der Projektarbeit in Gambia beschlossen:

  1. Die Buschklinik bleibt als Modellklinik komplett in der Hand der Projekthilfe
  2. Die Moringa-Plantage wird weiterhin durch die Projekthilfe betrieben
  3. Der Kindergarten wird in einer zweijährigen Pilotphase in Kooperation mit der gambischen Regierung betrieben
  4. Das Njaba Kunda Health Centre als gemeinsames Pilotprojekt von Projekthilfe und Regierung führt im Erfolgsfall zu einer Neu-Organisation der ländlichen Gesundheitsversorgung in Gambia

Eine ausführliche Stellungnahme stellt die Projekthilfe auf Anforderung gerne zur Verfügung. Diese Stellungnahme wird auf der nächsten ordentlichen Jahresmitgliederversammlung der Projekthilfe Gambia e.V. ausliegen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Vorstand

Projekthilfe Gambia e.V.

Matthias Ketteler, Frank Heuer, Dieter Lieken, Ulfert Engelkes, Thomas Wiegeman

Hattingen, am 12. Juni 2017

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Mai2016_Jahaly-Dorf-2Ende Januar 2017 wird die “Spendentour 2017″ der Projekthilfe Gambia e.V. nach einer 6.500 Kilometer langen Fahrt in Gambia ankommen.  Zu diesem Anlass bietet die Projekthilfe eine Reise in ihre Projekte an – verbunden mit dem Empfang der Teilnehmer der Spendentour in Jahaly, Besichtigungen und einigen Tagen  Urlaub an den schönen Stränden Gambias.

Die Reise vom 28.01. – 09.02.2017 ist eine kombinierte Individualreise, keine Pauschalreise. Die Teilnehmer buchen Flug/Hotel selbstständig. Die Projekthilfe Gambia e.V. ist behilflich bei der Buchung und stellt über das Reisebüro AfricanWorld Touristic ein Flug-/Hotel-Kontingent zur Verfügung.

In Gambia organisiert die Projekthilfe Gambia e.V. für die Teilnehmer einen Ausflug in den Projektstandort Jahaly – etwa 270 km von der Küste entfernt,  inklusive Besichtigungen in Jahaly und  je nach Interesse mit drei Übernachtungen im einfachen Buschhotel „Janjanbureh Camp“.

Vor und nach dem Ausflug nach Jahaly bietet die Projekthilfe optional  und je nach Interesse der Teilnehmer weitere Besichtigungen an:

–      Besichtigung Steinkreise Wassu (UNESCO-Weltkulturerbe) und “Njaba Kunda Health Centre”

–      Besichtigung ehemaliges Slave House, Georgetown/Janjanbureh

–      Bootstour Gambia River (Janjanbureh)

–      Besichtigung James Island/Kunta Kinteh Island (UNESCO Weltkulturerbe)

–      Tour durch Banjul inkl. Besuch Touristenmarkt

–      Besichtigung/Frühstück  Lamin Lodge mit Bootstour Mangroven

–      Teilnahme Produktion Moringa-Seife (Project Aid The Gambia)

Das Reise-Programm kann nach Interesse der Teilnehmer zusammengestellt werden. Auch eine Teilung der Reisegruppe (längerer/kürzerer Aufenthalt in Jahaly) ist möglich. Zur Detailplanung wird für die Teilnehmer ein Vorbereitungstreffen (September 2016) bei der Regionalgruppe Nord der Projekthilfe Gambia e.V. bei Brigitte und Dieter Lieken in 26935 Stadland-Rodenkirchen angeboten.

Die Basisdaten der Reise sind:

Samstag, 28.01.2017                    Flug Hannover-Brüssel-Banjul (Abflug ca. 06:00 ab Han, 11:05 ab Brüssel – Ankunft Banjul ca. 18:15)

Mittwoch, 08.02.2017                 Rückflug Banjul-Brüssel-Hannover (ca. 20:00 Uhr)

Donnerstag, 09.02.2017              Ankunft  Hannover (ca. 12:00 Uhr)

Linienflug mit SN Brussels ab/bis Brüssel. Übernachtung mit Frühstück im Hotel Senegambia Beach (***).

Fahrt nach Jahaly mit einem Kleinbus. Übernachtung im einfachen „Buschhotel“ Janjanbureh Camp (*).

Kosten:                ca. 1.500,00 €     pro Person

Leistungen:

Buchung  – individuell über AfricanWorld Touristic – Flug und Hotel ca. 1.200,00 €:

Flug SN Brussels ab/bis Brüssel

Ü/F im DZ Hotel Senegambia Beach  (***)

(EZ Zuschlag 80,00 € pro Nacht)

Buchung  – über Projekthilfe e.V. –  Tour innerhalb Gambia ca. 300,00 €:

Transfer Jahaly und zurück (inkl. einfache Vollverpflegung)

Besichtigungen Projekte Jahaly

3 Übernachtungen „Janjanbureh Camp“ (*)

Reiseleitung Projekthilfe e.V.

Die An-/Abreise nach Hannover kann gemeinsam erfolgen. Die Kosten sind zusätzlich zu tragen.

Optionale Möglichkeiten für Besichtigungen/Sightseeing (Kosten im Reisepreis enthalten)

–              Bootstour Gambia River (ab/bis Janjanbureh Camp)

–              Besichtigung Slave House Georgetown/Janjanbureh

–              Besichtigung Steinkreise Wassu und „Njaba Kunda Health Centre“

Optionale Möglichkeiten für Besichtigungen/Sightseeing (Kosten NICHT im Reisepreis enthalten)

–              Besichtigung James Island/Kunta Kinteh Island

–              Tour durch Banjul inkl. Besuch Touristenmarkt

–              Besichtigung/Frühstück Lamin Lodge mit Bootstour Mangroven

–              Teilnahme Produktion Moringa-Seife (Project Aid The Gambia)

Diese optionalen  Programmpunkte sind möglich und werden nach Interesse der Teilnehmer und Möglichkeiten vor Ort entschieden/gebucht. Änderungen an den Programmpunkten sind möglich.

Wichtiger Hinweis: Diese Reise ist eine Individual-Reise, keine Pauschalreise. Die Projekthilfe e.V. ist behilflich bei der Buchung von Flug/Hotel.  Flug-/Hotelbuchungen erfolgen individuell durch die Teilnehmer.  Die Projekthilfe e.V.  organisiert für alle Teilnehmer ausschließlich den Ausflug nach Jahaly  inkl. Übernachtung/en Janjanbureh Camp und ggf. optionale Programmpunkte.

Buchungsanfrage und weitere Informationen  über E-Mail  RegionalgruppeNord@buschklinik.de oder Tel.  0170-5638231 (Dieter Lieken)

Möglicher Reiseablauf bei 3 Übernachtungen in Janjanbureh – immer abhängig vom Ankunftstag der Spendentour 2017:

Samstag, 28.01.2017

Anreise Hannover-Brüssel-Banjul (Ankunft ca. 18:15 Uhr)

Sonntag, 29.01.2017

Freizeit/Strand/Sightseeing (optional)

Montag, 30.01.2017

Vormittag           Info-Veranstaltung Projekthilfe Gambia e.V. / Project Aid The Gambia, Main Office Manjai

Nachmittag        Besuch Batik-Fabrik

Dienstag, 31.01.2017

Vormittag          Abfahrt zum Empfang der Spendentour 2017 über die Fähre Banjul – Barra

                             Weiterfahrt zum Grenzübergang Gambia/Senegal

Nachmittag        Nach dem Empfang der Spendentour Besichtigung der Modellklinik „Njaba Kunda Health Centre“

Übernachtung   Buschhotel “Janjanbureh Camp“

Mittwoch, 01.02.2017

Vormittag           Empfang Teilnehmer Spendentour 2017 in Jahaly/Besichtigung Buschklinik und Kindergarten

Nachmittag        Besichtigung Slave House Georgetown

Übernachtung   Buschhotel “Janjanbureh Camp“

Donnerstag, 02.02.2017

Tagsüber            Bootstour Gambia River

Übernachtung   Buschhotel “Janjanbureh Camp“

Freitag, 03.02.2017   

Vormittag           Vormittag Besichtigung Steinkreise Wassu und Rast im

Nachmittag        „Wildschwein-Camp“, anschließend Rückfahrt zum Hotel Senegambia Beach

Samstag,Sonntag 04./05.02.2017

Vormittag           Sightseeing (optional)/Strand/Freizeit

Nachmittag        Strand/Freizeit

Montag, 06.02.2017

Vormittag           Sightseeing (optional), Stadtrundfahrt Banjul, Touristenmarkt

Nachmittag        Strand/Freizeit

Dienstag, 07.02.2017

Vormittag           Sightseeing (optional), Besichtigung Lamin Logde mit Bootstour Mangroven, Besuch Nationalpark

Nachmittag        Strand/Freizeit

Mittwoch, 08.02.2017

Vormittag           Sightseeing (optional)/Strand/Freizeit

Abend                 Rückflug Banjul-Brüssel (ca. 20:20 Uhr)

Donnerstag, 09.02.2017    

frühmorgens     Ankunft  Brüssel (ca. 05:10 Uhr) / Hannover (ca. 12:00 Uhr)

Diese Informationen als pdf-Datei zum Download gibt es | hier | .

Ob sich die Reise lohnt? Wir glauben, auf jeden Fall. Lesen Sie die Erlebnisse der Teilnehmer der Gambia-Reise im Mai 2015 | hier | .

© 2016 Projekthilfe Gambia e.V. – Änderungen vorbehalten

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Mai2016_Jahaly-Dorf-3-Gerdi-Binder

Selfie in Jahaly

“Die Reise war die beste Erfahrung, die ich in meinem Leben bisher gemacht habe!”, das ist die Bilanz der Gambia-Reise von Marie Kleebolte. Die 18-jährige Abiturientin hat mit unserer Reisegruppe im Mai die Buschklinik in Jahaly besucht. “Es war sehr berührend, mal die andere Seite der Welt zu sehen, und erstaunlich, was sechs Stunden Flug alles ausmachen können! Das Schönste war der Empfang in Jahaly. Die Menschen dort haben uns so viel gegeben, obwohl sie selber nicht viel besitzen!”

Die Reise mit 17 Freunden und Förderern der Projekthilfe fand vom 21.-29.05.2016 statt. Die Gruppe besuchte das staatliche Health Centre in Kudang und  sah mit eigenen Augen den desolaten Zustand der Gesundheitsstation in der Nähe von Jahaly: keine Medikamente, keine Patienten, eine jämmerliche Ausstattung, fehlende Hygiene. Im Gegensatz dazu war der Besuch in der Buschklinik ermutigend: saubere Räume, frisch renovierte Gebäude, ausreichend Personal und Medikamente – und viele Patienten. Bis zu 300 Patienten pro Tag kommen zum Jahaly Health Centre, um sich behandeln zu lassen. Der Empfang der Gruppe schon auf der Landstraße vor der Buschklinik hat alle Teilnehmer beeindruckt:

 

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Im Dorf Jahaly

“Ich war  vor vier Jahren schon mal in Gambia, aber dieses Jahr hat nochmal einiges übertroffen. Dass man in Jahaly von den Menschen so empfangen wurde, war einfach nur sensationell. Ein Gefühl, dass man einfach nicht beschreiben kann. Die Buschklinik ist in einem Top-Zustand, und man weiß, dass alle Spenden ankommen!” (Kevin Arndt)

Highlight der Reise war die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Buschklinik in Jahaly. Auch für die Besucher, die nicht zum ersten Mal in Jahaly waren:

“Ich fand dieses Mal war das Gefühl am intensivsten, sehr willkommen zu sein und zusammen etwas bewirken zu können. Unglaublich, was die Menschen von Jahaly und Madina uns gegeben haben!” (Gerdi Binder, Rettungsschwimmerin)

 

Unvergesslich bleiben wird für die Teilnehmer der Besuch in den compounds in Jahaly und die Gespräche mit den Menschen dort, die Übernachtung im Buschhotel Janjanbureh Camp am Gambia-Fluss, die gute Stimmung in der Reisegruppe – und natürlich die Tage am Strand.

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Feier 25 Jahre Buschklinik im Partyzelt

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Besichtigung der Buschklinik

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Der Krankensaal der Buschklinik

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Gemeinsames Mittagessen in der Buschklinik

 

 

 

 

 

 

 

“Das Beste an dieser Reise war sicher die Zusammensetzung der Reisegruppe. Außerdem der Besuch in der Buschklinik mit Übernachtung  im Buschhotel!! Zum Schluss auch noch die Beach-Party!” (Stefan Schmidt, Geschäftsführer Erzet GmbH)

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Neugeborenes im Njaba Kunda Health Centre

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Kudang Health Centre

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Toller Empfang in Jahaly

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Im Dorf Jahaly

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Rückreise an die Küste machte die Reisegruppe Halt in Njaba Kunda. In dem Dorf auf der Nordseite des Gambia Flusses hat die Projekthilfe 2011/2012 die staatliche Gesundheitsstation Njaba Kunda Health Centre abgerissen und als Modellklinik neu errichtet.

“Die Eindrücke in der Buschklinik haben die Reise zu einem Erlebnis gemacht, das für mich nicht mehr zu toppen ist!” (Paul Breuer, Student)

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Produktion von Moringa-Seife

Auf dem Gelände des Projektbüros in Manja Kunda nahe der gambischen Hauptstadt Banjul half die Gruppe bei der Produktion von Seife aus Moringa-Öl. Die Produkte der projekteigenen Moringa-Plantage in Jahaly sollen ab Herbst über www.buschklinik.de verkauft werden. Die Erlöse fließen zu 100 Prozent zurück in die Projekte. Die Plantage und die Produktion von Moringa-Produkten schaffen Arbeitsplätze in Jahaly und sollen zum langfristigen und nachhaltigen Erhalt der Projekte in Jahaly beitragen.

“Danke an alle für diese tolle Woche! Es gab kein einzelnes Highlight – die ganze Woche war ein Highlight! Pooltage, Abendessen, Besuch in Jahaly, Empfang in Jahaly, Übernachtung im Camp, Markt-Besuch, Seifenproduktion, Gin-Abend, Traumstrand mit Ringkampf … und das immer mit allen gemeinsam!!!” (Ludwig Kleebolte, Galerist)

 

 

Weitere Eindrücke von Reiseteilnehmern:

“Es gab so viele unterschiedliche “beste” Erlebnisse in Gambia. Am meisten hat mich der Empfang in Jahaly mit den vielen hundert glücklichen Gesichtern beeindruckt. Außerdem war der letzte Tag an dem Traumstrand noch ein Highlight. Insgesamt wird diese Reise, auch dank unserer sensationellen Gruppe, für mich unvergessen bleiben. Danke!”
(Bastian Schmidt, Physiotherapeut)

“Jedes einzelne Erlebnis an sich war so besonders! Die Zeit wird unvergesslich für mich bleiben.” (Hannah Kleebolte, Studentin)

“Eine rundherum gelungene Reise! Tolle Menschen – sowohl unsere Reisegruppe als auch die, die wir dort kennen lernen durften. Ich bin gern beim 30-Jährigen wieder dabei!” (Petra Kleebolte, Sonderpädagogin)

Ende Januar 2017 wird die Projekthilfe die nächste Reise zu unseren Projekten in Gambia organisieren. Höhepunkt wird der Empfang der Teilnehmer der Tour 2017 sein, wenn sie mit zwei Kleinbussen aus Norddeutschland nach einer 6.500 km langen Reise in Jahaly ankommen, um Spendengelder aus Deutschland persönlich in der Buschklinik zu übergeben.

Einen Zeitungsartikel über die Erlebnisse von Reiseteilnehmerin Gerdi Binder finden Sie | hier |.

Wollen Sie informiert werden, wann die nächste Reise genau stattfindet? Tragen Sie sich für unseren Newsletter ein | hier |.

Alle Informationen zur Tour 2017 finden Sie | hier |.

Buschklinik-1

Buschklinik-1Im Mai 2016 feiert die Buschklinik in Jahaly ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass bietet die Projekthilfe Gambia e.V. Ende Mai 2016 eine Reise in ihre Projekte an – verbunden mit der Jubiläumsfeier, Besichtigungen und Entspannung an den schönen Stränden Gambias.

Die Reise vom 21.-29.05.2016 ist eine kombinierte Individualreise, keine Pauschalreise. Die Teilnehmer buchen Flug/Hotel selbstständig. Die Projekthilfe Gambia e.V. ist behilflich bei der Buchung und stellt über das Reisebüro AfricanWorld Touristic ein Flug-/Hotel-Kontingent zur Verfügung.

In Gambia organisiert die Projekthilfe Gambia e.V. für die Teilnehmer einen Ausflug in den Projektstandort Jahaly – etwa 270 km von der Küste entfernt,  inklusive Besichtigungen in Jahaly und  je nach Interesse mit einer oder zwei Übernachtungen im einfachen Buschhotel „Janjanbureh Camp“.

 

Vor und nach dem Ausflug nach Jahaly bietet die Projekthilfe optional  und je nach Interesse der Teilnehmer weitere Besichtigungen an:

–      Besichtigung Steinkreise Wassu (UNESCO-Weltkulturerbe) und “Njaba Kunda Health Centre”

–      Besichtigung ehemaliges Slave House, Georgetown/Janjanbureh

–      Bootstour Gambia River (Janjanbureh)

–      Besichtigung James Island/Kunta Kinteh Island (UNESCO Weltkulturerbe)

–      Tour durch Banjul inkl. Besuch Touristenmarkt

–      Besuch Psychiatrie „Tanka Tanka“ – einzige Psychiatriestation in Gambia

–      Besuch RVTH-Hauptkrankenhaus in der Hauptstadt Banjul

–      Besichtigung/Frühstück  Lamin Lodge mit Bootstour Mangroven

–      Teilnahme Produktion Moringa-Seife (Project Aid The Gambia)

Das Reise-Programm kann nach Interesse der Teilnehmer zusammengestellt werden. Auch eine Teilung der Reisegruppe (längerer/kürzerer Aufenthalt in Jahaly) ist möglich. Zur Detailplanung wird für die Teilnehmer ein Vorbereitungstreffen bei der Projekthilfe in Bochum bzw.  Hattingen angeboten.

Die Basisdaten der Reise sind:

Samstag, 21.05.                Flug Brüssel-Banjul (Abflug 11:05 Uhr – Ankunft 18:15 Uhr)

Samstag, 28.05                 Rückflug Banjul-Brüssel (ca. 20:20 Uhr)

Sonntag, 29.05                 Ankunft  Brüssel (ca. 05:10 Uhr)

Linienflug mit SN Brussels ab/bis Brüssel. Übernachtung mit Frühstück im Hotel Senegambia Beach (***).

Fahrt nach Jahaly mit einem Kleinbus. Übernachtung im einfachen „Buschhotel“ Janjanbureh Camp (*).

 

Kosten:                ca. 1.000,00 €     pro Person

Leistungen:

Buchung  – individuell über AfricanWorld Touristic – ca. 800,00 €:

Flug SN Brussels ab/bis Brüssel

Ü/F im DZ Hotel Senegambia Beach  (***)

(EZ Zuschlag 25,00 € pro Nacht)

Buchung  – über Projekthilfe e.V. –  ca. 200,00 €:

Transfer Jahaly und zurück

Besichtigungen Projekte Jahaly

Übernachtung „Janjanbureh Camp“ (*)

Reiseleitung Projekthilfe e.V.

 

Optionale Möglichkeiten für Besichtigungen/Sightseeing

–              Bootstour Gambia River (ab/bis Janjanbureh Camp)

–              Besichtigung Slave House Georgetown/Janjanbureh

–              Besichtigung Steinkreise Wassu und „Njaba Kunda Health Centre“

–              Besichtigung James Island/Kunta Kinteh Island

–              Tour durch Banjul inkl. Besuch Touristenmarkt

–              Besuch Psychiatrie „Tanka Tanka“

–              Besuch RVTH-Hauptkrankenhaus, Banjul

–              Besichtigung/Frühstück Lamin Lodge mit Bootstour Mangroven

–              Teilnahme Produktion Moringa-Seife (Project Aid The Gambia)

Diese optionalen  Programmpunkte sind möglich und werden nach Interesse der Teilnehmer und Möglichkeiten vor Ort entschieden/gebucht. Die Kosten sind minimal. Änderungen an den Programmpunkten sind möglich.

Das Flug-/Hotel-Kontingent ist begrenzt. Eine verbindliche Reise-Anmeldung bis 29.02.2016 ist erforderlich.

Wichtiger Hinweis: Diese Reise ist eine Individual-Reise, keine Pauschalreise. Die Projekthilfe e.V. ist behilflich bei der Buchung von Flug/Hotel.  Flug-/Hotelbuchungen erfolgen individuell durch die Teilnehmer.  Die Projekthilfe e.V.  organisiert für alle Teilnehmer ausschließlich den Ausflug nach Jahaly  inkl. Übernachtung/en Janjanbureh Camp und ggf. optionale Programmpunkte.

Buchungsanfrage und weitere Informationen  über  info@buschklinik.de oder Tel.  0172-2011357 (Frank Heuer)

 

Möglicher Reiseablauf bei 2 Übernachtungen in Janjanbureh:

Samstag, 21.05.

Flug Brüssel-Banjul (Abflug 11:05 Uhr – Ankunft 18:15 Uhr)

Sonntag, 22.05.

Freizeit/Strand

Montag, 23.05.

Vormittag           Sightseeing (optional)/Strand

Nachmittag        Info-Veranstaltung Projekthilfe Gambia e.V. / Project Aid The Gambia, Main Office Manjai

Dienstag, 24.05.

Vormittag          Anreise Jahaly und Besichtigung Projekte Jahaly I

Nachmittag        Feier 25 Jahre Buschklinik

Übernachtung   Buschhotel “Janjanbureh Camp“

Mittwoch, 25.05.

Vormittag           Besichtigung Projekte Jahaly II

Nachmittag        Slave House Georgetown  und  Bootstour Gambia River

Übernachtung   Buschhotel “Janjanbureh Camp“

Donnerstag, 26.05.

Vormittag          Besichtigung Steinkreise Wassu  und „Njaba Kunda Health Centre“

Nachmittag        Rückfahrt zum Hotel  Senegambia Beach via Fähre Farafenni

Freitag, 27.05.   

Vormittag           Sightseeing (optional)/Strand/Freizeit

Nachmittag        Strand/Freizeit

Samstag, 28.05

Vormittag           Sightseeing (optional)/Strand/Freizeit

Nachmittag        Strand/Freizeit

Abend                 Rückflug Banjul-Brüssel (ca. 20:20 Uhr)

Sonntag, 29.05    

frühmorgens     Ankunft  Brüssel (ca. 05:10 Uhr)

 

Diese Informationen als pdf-Datei zum Download gibt es | hier | .

 

© 2016 Projekthilfe Gambia e.V. – Änderungen und Irrtümer vorbehalten

30-Jahre-Buschklinik

30-Jahre-Buschklinik(Presseerklärung) Die Projekthilfe Gambia e.V., Hattingen, um Vereinsgründer Matthias Ketteler blickt am 23.12.2015 auf eine 30-jährige erfolgreiche Vereinsgeschichte zurück. Das bekannteste Projekt des gemeinnützigen Vereins ist die Buschklinik im Dorf Jahaly im westafrikanischen Gambia.

Einen Tag vor Heiligabend 1985 fand in der Welperstr. 59 in Hattingen die Gründungsversammlung der Projekthilfe statt. Zu den sieben Vereinsgründern gehörten die heutigen Vorstandsmitglieder Matthias Ketteler und Frank Heuer, damals in der Ausbildung, 24 bzw. 23 Jahre alt.

Matthias Ketteler: „In unserer Gruppe waren viele Krankenpflegeschüler so wie wir. Nach vielen Diskussionen darüber, wie unfair das Leben in manchen Ländern ist, haben wir beschlossen, mit dem Reden aufzuhören und etwas zu tun.“

Frank Heuer: “Die Entscheidung, im Rahmen der Entwicklungshilfe tätig zu werden, war spontan, und ich habe sie bis heute nicht bereut. Mit welchem Enthusiasmus, Freude und Dankbarkeit unsere Arbeit in Gambia angenommen wird, entschädigt für Vieles.“

Der Verein hieß zunächst „Projekthilfe Dritte Welt e.V.“ und wurde Anfang 2015 in „Projekthilfe Gambia e.V.“ umbenannt. Ziel der jungen Leute vor dreißig Jahren war es, Hilfsprojekte in unterentwickelten Ländern  zu unterstützen.

Matthias Ketteler: „Unsere Gruppe kam aus Hattingen und Bochum. Die Stadt Bochum, die Sparkasse und die WAZ Bochum förderten damals ein großartiges Projekt in Gambia, die „Kinderklinik Bochum“. In der Ausbildung haben Frank Heuer und ich dann unseren Jahresurlaub in der Klinik verbracht und gearbeitet. Wir haben viele Menschen dort kennen- und schätzen gelernt. So sind wir nach Gambia gekommen.“

Aus diesem ersten Projekt, der Hilfe für die „Kinderklinik Bochum“ im Dorf Njaba Kunda, entwickelte sich das westafrikanische Land bald zum Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

1987 unterstützte der Verein Ausbau und Renovierung eines Gesundheitszentrums in der gambischen Hauptstadt Banjul, 1991 eröffnete die Projekthilfe ihre eigene Gesundheitsstation im Dorf Jahaly: das „Jahaly Health Centre“ bzw. die „Buschklinik“. Seit der Eröffnung wurden in der Klinik, der 2009 von der gambischen Regierung der Status einer „Modellklinik“ zugesprochen wurde, weit mehr als eine halbe Million Patienten behandelt.

Der Verein finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Zurzeit hat der Verein 52 Mitglieder und ca. 300 Förderer. Vorstand und aktive Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, für Verwaltungs- und Werbekosten wendet der Verein seit vielen Jahren deutlich weniger als ein Prozent der Einnahmen auf.

„Wir versprechen unseren Förderern und Spendern, dass ihre Spendengelder mit nur minimalem Abzug wirklich direkt vor Ort bei den Menschen in Jahaly ankommen“, sagt Vereinschef Matthias Ketteler.

Seit 2003 unterstützt der Verein in Jahaly und dem Nachbardorf Madina vier Gartenprojekte von Frauenkooperativen durch Einzäunung der Gärten und Brunnenbau. 2004 eröffnete die Projekthilfe direkt neben der Buschklinik einen Kindergarten mit Vorschule. Bau und Betrieb der ersten drei Jahre wurden durch den RTL Spendenmarathon finanziert. Gebaut und konzipiert für 240 Kinder, werden im Kindergarten inzwischen doppelt so viele Kinder betreut und auf die Grundschule vorbereitet. RTL-Projektpate Markus Lanz unterstützt den Verein bis heute – zuletzt stiftete er Anfang Juni dieses Jahres seinen Gewinn aus der RTL-Sendung „Wer wird Millionär“.

Die tägliche Arbeit in Jahaly wird von etwa 55 gambischen Mitarbeitern geleistet, darunter Krankenschwestern, Lehrer, Erzieher, Gärtner und Reinigungskräfte – unter der Leitung eines gambischen Projektmanagers.

Seit 2010 baut die Projekthilfe in den Dörfern Jahaly und Madina umweltfreundliche Herde, die nach und nach die traditionellen offenen Feuerstellen ersetzen sollen. Eine Plantage aus zehntausend Moringa-Bäumen, die seit 2012 angelegt wird, hat weitere Arbeitsplätze in Jahaly geschaffen. Der Verkauf von Moringa-Produkten wie Tee, Pulver, Öl und Seife in Deutschland soll langfristig zu einem wichtigen finanziellen Standbein der Projekte werden.

2011/2012 hat die Projekthilfe im Dorf Njaba Kunda die ehemalige Kinderklinik Bochum, die inzwischen als staatliches Gesundheitszentrum betrieben wurde, durch einen Neubau ersetzt – unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Das neueste Projekt des Vereins ist die Zusammenarbeit mit dem „Friedensdorf International“ in Oberhausen, das seit 2012 auch schwer kranke oder verletzte Kinder aus Gambia zur Behandlung nach Deutschland bringt. Bereits 30 Kindern konnte auf diese Weise mit einer medizinisch dringend notwendigen Operationen geholfen werden.

Der Verein bedankt sich für die zahlreichen Spendenbeiträge in den letzten 30 Jahren und bittet herzlich darum, seine Arbeit für die Menschen in Jahaly auch weiterhin nach Kräften finanziell zu unterstützen.

 

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Das Gelände der neuen Gesundheitsstation Njaba Kunda am Tag der Eröffnung.

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Die Eröffnungsfeier der Gesundheitsstation Njaba Kunda.

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Fatim Badjie, Gesundheitsministerin Gambia, während ihrer Rede …

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… bei der Eröffnungsfeier der Gesundheitsstation Njaba Kunda.

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Der Krankensaal der Gesundheitsstation Njaba Kunda mit Betten und Tischen – gemauert und gefliest. Im Hintergrund zu erkennen: die Lüftungsschlitze oberhalb und unterhalb der Fenster.

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Besichtigung der Küche der Gesundheitsstation Njaba Kunda.

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Matthias Ketteler im Gespräch mit Fatim Badjie, Gesundheitsministerin Gambia, …

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… an der Solaranlage der Gesundheitsstation Njaba Kunda.

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Das Schild der neuen Gesundheitsstation Njaba Kunda (Njaba Kunda Health Centre) wird enthüllt.

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Matthias Ketteler, Vorstand „Projekthilfe Gambia e.V.“, begrüßt eine Reisegruppe aus Bochum und Hattingen auf dem Klinikgelände in Njaba Kunda.

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Frauen aus Njaba Kunda kochen für die Gäste der Eröffnungsfeier.

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Besichtigung des Geländes der Gesundheitsstation Njaba Kunda.

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Die neue Solaranlage der Gesundheitsstation, gespendet von der Firma “Naturstrom” aus Deutschland, aufgebaut von Vereinsmitgliedern der Projekhilfe.

Video: Eröffnung Modellklinik Njaba Kunda (2012)

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Njaba Kunda, Gambia, am 3.April 2012. – Stahlendweiß und nagelneu ist die neue Modellklink im  Dorf Njaba Kunda im westafrikanischen Gambia. Fast wie eine Oase sieht das Klinik-Gelände aus in der staubigen Gegend nördlich des Gambia-Flusses. Acht weiß gestrichene Gebäude gruppieren sich um einen großen Mango-Baum. Blumen und Pflanzen säumen die mit gebrochenen Fliesen gefliesten Wege zwischen den einzelnen Häusern. Etwa zwölf Monate haben die Bauarbeiten des gemeinnützigen Vereins “Projekthilfe Gambia e.V.”, Hattingen, gedauert, ein weiteres Jahr benötigte die Planung für den Neubau der ehemaligen “Kinderklinik Bochum in Gambia”.

Die offiziell geladenen Gäste, die an diesem Dienstag (3.4.) aus der Hauptstadt Banjul in den afrikanischen Busch angereist sind, sind beeindruckt. Die Gesundheitsministerin von Gambia, eine Vertreterin der deutschen Botschaft, eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), lokale Politiker und natürlich die Dorfbevölkerung von Njaba Kunda sind zur offiziellen Einweihung „ihrer“ neuen Gesundheitsstation gekommen. Und diese deckt nicht nur die Grundversorgung der Bewohner der Region ab, sondern ist gleichzeitig ein Beispiel, ein Modell für das ganze Land.

„Am Anfang war ich mehr als skeptisch,“ sagt Krankenschwester und Klinikleiterin Alimatou Saidy, „als uns die Projekthilfe von ihrem Plan erzählte, die Betten der Klinik zu mauern und zu fliesen.” Saidy hat schon in Njaba Kunda gearbeitet, als der Altbau noch stand: die Gebäude waren halb verfallen, es war schmutzig, die alten Fliesen waren zerbrochen und die Metall-Betten rosteten vor sich hin. Es gab schon lange kein fließendes Wasser mehr und Strom nur wenige Stunden am Tag. Doch als die Krankenschwester am Dienstagvormittag ein letztes Mal vor der feierlichen Eröffnung durch die Räume geht, ist sie endgültig überzeugt. „Das hier muss man einfach sauber halten. Es gibt keine Entschuldigung mehr. Jetzt haben wir rund um die Uhr Strom und Wasser.”

Heute verfügt die Klinik über eine 6-KW-Solaranlage, eine Spende des Ökostrom-Energieversorgers Naturstrom aus Düsseldorf. Mitglieder der Projekthilfe haben die Anlage im letzten Sommer selbst aufgebaut. Sie versorgt die Klinik mit Strom und treibt die Pumpe an, die den 16.000-Liter-Wassertank füllt. Anders als früher verfügt die Klinik jetzt sogar über ein kleines Labor.

“Wir haben uns bei der Planung viele Gedanken gemacht”, sagt Projekthilfe-Chef Matthias Ketteler aus Bochum. “wie wir es den Mitarbeitern hier möglichst einfach machen können, dauerhaft hygienische Verhältnisse sicherzustellen.” Daher sind nicht nur alle Fußböden und Wände der Klinik gefliest, sondern auch die gemauerten Betten, Tische und Schränke. Etwas ganz besonders ist auch das Belüftungssystem der Räume: durch Schlitze unter- und oberhalb der Fenster zirkuliert die Luft auf natürliche Weise und sorgt für eine angenehme Raumtemperatur in der heißen Gegend. Der Neubau der Gesundheitsstation wurde aus Spenden der „Projekthilfe Gambia e.V.“ finanziert – unterstützt mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Matthias Ketteler, Alimatou Saidy, die Mitarbeiter der Klinik und hunderte Menschen haben sich am Vormittag mit den Gästen zur offiziellen Übergabe der neuen Klinik an die gambische Regierung auf einem Platz gegenüber der Klinik versammelt. Bis alle Gäste eingetroffen sind und die Feier beginnen kann, vergehen mehrere Stunden.

In seiner kurzen Rede, die in die lokale Sprache Mandinka übersetzt wird, appelliert Matthias Ketteler dann an die Klinik-Mitarbeiter, sich um ihre neue Klinik zu kümmern. „Wir dürfen mit dem heutigen Tag nicht aufhören“, sagt er. „Wir können hier die tollste Klinik hinstellen, aber das nutzt nichts, wenn sich die Einstellung der Menschen nicht ändert: ein Gebäude muss immer gepflegt werden, damit der Standard erhalten bleibt.“ Und der Standard der neuen Klink ist in Gambia bislang unerreicht. “Ich bin sehr beeindruckt,” sagt die gambische Gesundheitsministern Fatim Badjie bei ihrem Rundgang. “Diese Klinik ist wirklich eine Modellklinik und wir sollten diesen Standard für das ganze Land anstreben. Die Menschen von Njaba Kunda sind glücklich und werden die Klinik gut annehmen.”

Auch die Menschen von Njaba Kunda haben sich am Bau der Gesundheitsstation beteiligt und in den letzten Monaten große Mengen an Sand und Kies herbeigeschafft. Es war ihnen wichtig, auch selbst einen Beitrag zu dem Projekt zu leisten, von dem sie wissen, dass es ein Modell für ihr Land ist.

Auch eine kleine Gruppe aus Deutschland, viele von ihnen aus Hattingen, sind zur Eröffnung nach Njaba Kunda gekommen. Viele sind seit Jahren Freunde und Förderer der Projekthilfe. Auch sie sehen die Besonderheit dieses Projektes. Der 21-jährige Azubi Kevin Arndt ist zum ersten Mal außerhalb Europas. “Diese Klinik hier ist einfach klasse.”, sagt er. “Am meisten beeindruckt haben mich die gefliesten Betten im Krankensaal.” So sehen das auch die Menschen von Njaba Kunda, die nach dem Ende der Eröffnungsfeier zu hunderten über das Gelände spazieren und neugierig ihre neue Klinik besichtigen.

Für Matthias Ketteler und die Projekthilfe ist die Arbeit für Njaba Kunda auch nach der Eröffnung noch lange nicht zu ende. Die Projekthilfe wird für die nächsten zwei Jahre für die Hygiene und das Training des Personals in Njaba Kunda verantwortlich sein. Kevin Arndt hat sich vorgenommen, zuhause gleich Geld für die nächste Reise nach Gambia zu sparen, um in einem Jahr noch einmal nach Njaba Kunda zu kommen. “Ich bin jetzt schon ein Fan von Gambia”, sagt er.

Und Krankenschwester Alimatou Saidy? Sie erzählt am Abend, als der Trubel sich langsam legt, dass heute während der Eröffnungsfeier ein Baby in der Klinik zur Welt gekommen ist. „Die Mutter will es aus Dankbarkeit ‘Alisha’ nennen.“, sagt sie. So heißt die kleine Tochter von Matthias Ketteler.

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Die Rede von Matthias Ketteler, Vorsitzender der Projekthilfe Gambia e.V., zur Eröffnung der Modellklinik Njaba Kunda am 03.04.2012 lesen Sie | hier |

In einem Tagebuch haben wir im Jahr 2011 berichtet, wie wir die Solaranlage für die Klinik in Njaba Kunda aufgebaut haben. Das Tagebuch zeigt, wie Entwicklungszusammenarbeit vor Ort tatsächlich aussieht, welchen Problemen wir begegnen und welche Erfolge wir – hoffentlich – am Ende erzielen.

Zum Tagebuch „Strom für Njaba Kunda“ geht es | hier | 

Einen Bericht über den ersten Spatenstich in Njaba Kunda im Januar 2011 und über unsere Vision für Njaba Kunda lesen Sie | hier | 

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Video: Eröffnung Modellklinik Njaba Kunda (2012)

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Baustelle Njaba Kunda: die Bauteile der Solaranlage werden sortiert.

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Die Betonmischmaschine ist ein etwas älteres Modell…

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Auch wenn es nicht so aussieht: bei gefühlten 55° Celsius bauen wir die Solar-Panels auf.

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Matthias, Vasyl und Omar Camara stellen …

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.. die Gestelle für die Solar-Panels auf.

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Vasyl Petrenko im Batterieraum.

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Inzwischen ist auch der Elektriker da (der Herr mit dem orangefarbenen T-Shirt).

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Die Batterien für die Solaranlage sind angeschlossen.

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Die Technik ist verkabelt.

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Die Anlage steht und funktioniert.

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In Jahaly arbeitet am Ende der Regenzeit kaum jemand in den Gartenprojekten. Die Familien arbeiten auf ihren Feldern.

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Erdnüsse – die Haupteinnahmequelle der Bewohner von Jahaly und Madina.

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Matthias Ketteler begutachtet das verstopfte Ansaugsieb der Wassertank-Pumpe der Buschklinik.

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Die Fähre über den Gambia-Fluss von Banjul nach Barra.

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Der Projektwagen auf der Fähre.

Video: Eröffnung Njaba Kunda Health Centre (2012)

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Njaba Kunda, im Juni 2011 – Heute wird es ernst: wir fahren auf die Baustelle unserer neuen Modellklinik in Njaba Kunda (ehemals Bochumer Kinderklinik in Gambia) und werden dort die Solaranlage aufbauen.  Seit zwölf Tagen sind wir – Matthias Ketteler (Vorstand), Rolf Kuhlemann (Ingenieur der Elektrotechnik) und Vasyl Petrenko (Elektriker) – jetzt (Ende Juni) schon in Gambia und bereiten Aufbau und Inbetriebnahme vor. Als Test haben wir eine kleinere Solaranlage für unser Projektbüro in Manjai Kunda installiert – und sie funktioniert tatsächlich… In diesem Tagebuch berichten wir Mitgliedern, Freunden und Förderern der „Projekthilfe Gambia e.V.“ seit zwei Wochen, wie unsere Entwicklungszusammenarbeit vor Ort tatsächlich aussieht, welchen Problemen wir begegnen und welche Erfolge wir – hoffentlich – am Ende erzielen. Hier unsere Aufzeichnungen der letzten beiden Tage unseres Projektes „(Solar-) Strom für Njaba Kunda“:

 

Dienstag, 28. Juni 2011

Aufbau der Solaranlage in Njaba Kunda – und: wo bleibt der Elektriker?

04:45 Uhr:  Matthias beginnt mit der Telefonkette und ruft  –  wie vereinbart  –  alle  afrikanischen Mitfahrer an. Wir dürfen die erste Fähre zur Nordbank nicht verpassen – sie wird pünktlich um  7 Uhr in Banjul ablegen.  Der Elektriker ist nicht erreichbar…

05:30 Uhr: nach einem kurzen Frühstück packen wir die Autos . Um  05:40 Uhr fahren wir los – ohne den Elektriker. Wir können nicht länger warten.  Sonst wird die Zeit zu knapp.

08:00 Uhr: wir sind in Barra auf der Nordseite des Gambia-Flusses – mit der Fähre hat diesmal alles reibungslos geklappt.  Jetzt noch 75 Kilometer bis Njaba Kunda – eine gute Stunde Fahrtzeit. Den Elektriker haben wir mittlerweile erreicht: er hat verschlafen und wird mit dem Motorrad nachkommen.

09:00 Uhr Ankunft in Njaba Kunda.  Der LKW des Bauunternehmers wird entladen, das ganze Material  wird dort platziert, wo  es anschließend gebraucht wird.  Dann kümmern wir uns um den Transport des kaputten LKW der Projekthilfe in die Werkstatt.  Der Fahrer hatte den LKW am Samstag  festgefahren und dabei die Kupplung verschlissen. Mit einem Abschleppseil spannen wir den LKW an den LKW des Bauunternehmers.  Im Schneckentempo verlassen die beiden Njaba Kunda Richtung Hauptstadt.  Wir hoffen, dass die Reparaturarbeiten an unserem  LKW wie versprochen noch heute beginnen.

Wir teilen uns auf:  Matthias und Vasyl arbeiten mit drei  Helfern  an den Solar-Panels, zwei  andere Arbeiter  befüllen die noch leeren Batterien mit Schwefelsäure.  Rolf befestigt im Technik-Raum  die verschiedenen Geräte an der Wand und verdrahtet sie.

Die Bauarbeiter hatten es in den vergangenen drei Tagen nicht geschafft, das Dach des Technik-Raums  zu decken: das  Holz haben wir erst heute Morgen mit dem LKW mitgebracht. Rund um das Gebäude und oben auf dem Dach wird gehämmert, geschraubt und geflucht.

11:30 Uhr: der Elektriker trifft mit dem Motorrad aus der Hauptstadt ein. Im Technik-Raum beginnt er,  die Leitungen für das Licht zu den Steckdosen zu verlegen. Außerdem wird die gesamte Anlage geerdet.

13:00 Uhr: die Temperaturen steigen unaufhaltsam. Auf der sonnenbeschienenen Fläche für die Solar-Panels messen wir  55° Celsius. Selbst im Installationsraum sind es noch 38°. Die mitgenommenen fünfzig Liter Trinkwasser waren nicht zu hoch bemessen…

Alle arbeiten ohne Pause, der Gedanke an Mahlzeiten wird verdrängt. Die unerträgliche Hitze hilft, uns  immer wieder zu motivieren. Jeder möchte so schnell wie möglich fertig werden.

Die Vorbereitungen im Projektbüro in Manjai Kunda  machen sich bezahlt: der zeitraubende Aufbau der Gestelle für die Solar-Panels  fallen weg. Die Gestelle haben wir vor-montiert mitgebracht – alles ist  bestens vorbereitet.

15:00 Uhr: zwei Zangen für die Nieten geben ihren Geist auf. Die letzten acht Panels müssen noch verschraubt werden.

18:45 Uhr:  die Arbeit an den Solar-Panels ist beendet. Jetzt ist es aber schon zu spät, die Anlage selbst noch heute Abend in Betrieb zu nehmen.

Wir beschließen daher, dass Matthias, Vasyl und drei Projekt-Mitarbeiter  morgen nach Jahaly fahren, während Rolf, der Elektriker und unser Fahrer in Njaba Kunda bleiben und einen Probelauf der Anlage durchführen. Es fehlen nur noch wenige Kabel. Das sollte kein Problem sein.

19:00 Uhr: wir fahren dreißig Kilometer nach Farafeni. Dort hatten wir im Voraus in einem kleinen gambischen Hotel Zimmer gebucht.

Das Hotel kennt Matthias seit mehr als 20 Jahren. Eigentlich verdient es  die Bezeichnung „Hotel“ nicht. Allerdings haben wir erfahren, dass es in der Zwischenzeit umfangreich renoviert worden sein soll…

20:00 Uhr:  stolz zeigt uns der Hotel-Manager die Zimmer. Alle haben Wasseranschluss und Klimaanlage. Nicht schlecht, denken wir…

Moskitonetze gibt es leider nicht. Also schalten wir die Klimaanlagen ein: bei Temperaturen um 22° Celsius  sind die Mücken nicht so stechfreudig.

Der Koch steht wie angekündigt tatsächlich parat und lässt sich von uns überreden, ein leckeres Spaghetti-Gericht mit Knoblauch, Peperoni und Olivenöl zuzubereiten. Das Fleisch, das er uns dazu anbietet, lehnen wir sicherheitshalber ab: immer wieder, erzählt der Koch, falle der Kühlschrank aus. Die Stromversorgung ist auch hier in Farafeni nicht gewährleistet.

22:00 Uhr: Nach einem wirklich leckeren Essen und einigen Bieren (unsere afrikanischen Begleiter trinken nur Softdrinks) fallen wir erschöpft ins Bett.

Frühstück haben wir für morgen Früh um 07:00 Uhr bestellt. Um halb acht wollen wir abfahren, um  möglichst viel geschafft zu haben, wenn ab 11:00 Uhr die große Hitze kommt.

 

Mittwoch,  29. Juni 2011

Kurzbesuch in Jahaly – und: warum die Wassertank-Pumpe in der Buschklinik nicht mehr läuft

06:30 Uhr:  wir stehen auf und stellen fest, dass es zwar Duschen gibt, aber leider kein Wasser.  Wir  schütten das Wasser aus bereitgestellten Eimern mit Plastikbechern über unsere Körper.

07:00 Uhr: wir wecken die Bediensteten des Hotels. Das Frühstück ist nicht fertig. Sie entschuldigen sich vielmals und beeilen sich mit der Frühstückszubereitung.

07:30 Uhr: unsere Wege  trennen sich für heute:  Rolf fährt die dreißig Kilometer zurück nach Njaba Kunda. Matthias und Vasyl fahren in das 130 Kilometer entfernte Jahaly – zur Buschklinik.

10:00 Uhr: in Jahaly besichtigt die Gruppe zunächst zwei Gärten, in denen die Projekthilfe  Brunnen gegraben und Zäune gezogen hat. Jetzt zu Beginn der Regenzeit arbeitet in den Gärten kaum jemand:  alle Hände werden auf den Feldern benötigt.

Beim anschließenden Rundgang  durch Buschklinik und Kindergarten sind wir wieder einmal von der Sauberkeit begeistert. Unseren spontanen Kurzbesuch in Jahaly hatten wir nicht angekündigt – niemand wusste von unserem Kommen. Insofern wurde auch nicht extra für uns geputzt.

11:00 Uhr: Kindergarten-Leiter und Vorschuldirektor Famara Fatty, der sich nebenbei um die Solaranlage in Jahaly kümmert, berichtet, dass es in letzter Zeit immer wieder zu kurzzeitigen Stromausfällen gekommen ist. Er sieht das Problem in der Pumpe, die jeden Tag  den 16.000-Liter-Wassertank füllen muss.

Wir ziehen die Pumpe aus dem Brunnen und stellen fest, dass das gesamte Ansaugsieb verdreckt und verstopft ist. Wie es scheint, hängt die Pumpe zu tief im Brunnen. Wir säubern die Pumpe und hängen sie etwas höher in den Brunnen, so dass sie keinen Schlamm mehr ansaugen kann. Beim anschließenden Check stellen wir fest, dass genügend klares Wasser in den Hoch-Tank gepumpt wird. Der Schulleiter wird uns in den nächsten Tagen über Erfolg oder Misserfolg dieser Aktion berichten.

Bei einem kurzen Gespräch mit den verantwortlichen Mitarbeitern von Klinik und Kindergarten besprechen wir einige organisatorische Probleme. Diese gilt es, in den kommenden Tagen im Projektbüro in Manjai Kunda zu klären.

Am 13. Juli findet die Feier für den Abschlussjahrgang unseres Kindergartens statt:  achtzig Kinder werden dann in die Grundschule entlassen. Der Schulleiter bedauert, dass niemand vom Verein aus Deutschland vor Ort sein wird. Matthias verspricht, zur Abschlussfeier im nächsten Jahr wenn irgend möglich nach Jahaly zu kommen.

13:00 Uhr:  wir fahren die wenigen hundert Meter ins Dorf. Dort besichtigen wir den  Prototypen für einen umweltfreundlichen Herd aus Lehm, den unsere Mitarbeiter und  Vereinsmitglied Jürgen Fröber vor einigen Wochen aufgebaut haben. Bei diesem dritten Prototypen haben wir alle Erfahrungen eingebracht, die wir beim Lehmofen-Bau in den letzten zwölf Monaten gemacht haben.

Leider ist der Herd nicht komplett fertig gestellt: das Kochen auf den beiden Kochfeldern ist nicht möglich, da der Kamin noch nicht durch das Dach hinausgeführt wurde. Wir müssen also schleunigst unseren Zimmermann und Maurer nach Jahaly schicken, um diese Arbeiten  zu Ende zu bringen.

Dann hoffen wir, dass  – nach einigen Wochen Probebetrieb – die Brennkammern des Ofens der Hitze standhalten. Damit wäre der Grundstein dafür gelegt, diesen Lehmherd in Serie zu produzieren – für die gesamte Dorfbevölkerung in Jahaly und dem Nachbardorf Madina..

Vorteile dieses Ofens sind einerseits der geringere Holzverbrauch und andererseits die Reduzierung gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch das traditionelle Kochen auf den offenen Feuerstellen:   Augeninfektionen durch den beißenden Rauch und viele Brandverletzungen bei Kleinkindern.

14:00 Uhr  wir brechen zur Rückfahrt Richtung Hauptstadt auf: 270 Kilometer, davon achtzig Kilometer Wellblechpiste. Der Rest ist neu und bestens asphaltiert. Kurz vor der Abfahrt  haben uns noch  die Dorfältesten angesprochen, dass das Dorf  dringend auf den Trecker wartet. Der ist immer noch zur Reparatur in der Hauptstadt. Wir versprechen, uns um diese Angelegenheit vordringlich zu kümmern.

In Njaba Kunda hat Rolf zusammen mit dem gambischen Elektriker zur selben Zeit alle Tests an der Solaranlage durchgeführt. Die Anlage läuft prima. Da in nächster Zeit auf der Baustelle der Modellklinik kein Strom gebraucht wird, trennen sie anschließend die Verbindung zwischen Solar-Anlage und Panels wieder: so kann es keine unerwünschten Probleme geben.

Rolf misst noch in dem Brunnen die Wassersäule sowie die Wassertiefe, damit die richtige Pumpe für die Modellklinik eingesetzt werden kann. Jetzt am Ende der Regenzeit ist der Wasserstand am niedrigsten: also bestimmt dieser Wasserstand die Kapazität der Pumpe.

Auf der Rückfahrt nach Manjai Kunda hat Rolf die kürzere Fahrstrecke, muss  jedoch die einstündige Überfahrt mit der Fähre in Kauf nehmen. Bei seiner Ankunft am Fähranleger in Barra hat er Glück: er kann sofort mit der nächsten Fähre übersetzen.

17:00 Uhr: Auf dem Weg ins Projektbüro halten Matthias und Vasyl  noch kurz in der Werkstatt, in der unser Trecker und LKW stehen.  Der holländische Besitzer verspricht, den  Trecker Anfang der kommenden Woche fertigzustellen. Danach kümmert er sich um die Reparatur der LKW-Kupplung. Bevor der reparierte Trecker nach Jahaly gebracht wird, soll der Trecker-Fahrer  ausreichend geschult werden, um eine vernünftige Handhabung zu gewährleisten. Der Holländer muss außerdem noch die Deichsel für den Trecker-Anhänger austauschen und einen  Vorderreifen für den Trecker besorgen. Letzteres ist in Gambia nicht so einfach. Der Werkstattleiter  wird sich jedoch um alles kümmern. Er hatte bereits mit einem befreundeten Spediteur gesprochen, der bereit ist, Trecker und Anhänger im Laufe der nächsten Woche auf einem Tieflader nach Jahaly zu bringen.

17:30 Uhr: fast zeitgleich treffen beide Teams im Hauptquartier ein. Nach einer ausgiebigen Dusche feiern wir den Erfolg bei einem Bier.

In den kommenden Tagen müssen wir den Betrieb der Solaranlage ausgiebig beobachten: es sind noch viele Kleinigkeiten zu erledigen. Die restlichen Tage unseres Aufenthaltes in Gambia werden sicher nicht langweilig. Wir haben längst beschlossen, noch eine Woche länger hier zu bleiben…

Ende.

05.07.2011 mk/ue

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© 2011 Projekthilfe Gambia e.V.

Fotogalerie Tagebuch Teil 3

Baustelle Njaba Kunda: die Bauteile der Solaranlage werden sortiert


Die Betonmischmaschine ist ein etwas älteres Modell


Auch wenn es nicht so aussieht: bei gefühlten 55° Celsius bauen wir die Solar-Panels auf


Matthias, Vasyl und Omar Camara stellen …


.. die Gestelle für die Solar-Panels auf


Vasyl Petrenko im Batterieraum


Inzwischen ist auch der Elektriker da (der Herr mit dem orangefarbenen T-Shirt)


Die Batterien für die Solaranlage sind angeschlossen


Die Technik ist verkabelt


Die Anlage steht und funktioniert


In Jahaly arbeitet am Ende der Regenzeit kaum jemand in den Gartenprojekten. Die Familien arbeiten auf ihren Feldern.


Erdnüsse – die Haupteinnahmequelle der Bewohner von Jahaly und Madina


Matthias Ketteler begutachtet das verstopfte Ansaugsieb der Wassertank-Pumpe der Buschklinik


Die Fähre über den Gambia-Fluss von Banjul nach Barra


Der Projektwagen auf der Fähre

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Video: Eröffnung Njaba Kunda Health Centre (2012)

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Die Baustelle in Njaba Kunda. Die Rohbauten sind fertig.
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Die Lüftungsschlitze unserer alternativen Klima-Anlage oberhalb und unterhalb der Fenster sind gut zu erkennen
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Die Solarstromanlage für Njaba Kunda …
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Der Rohbau des Wasserturms

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