Markiert: Medikamente

20151231_Friedensdorf-Container-03

20151231_Friedensdorf-Container-03Am 31.12.2015 erreichte ein Hilfscontainer vom Friedensdorf International in Oberhausen die Projekthilfe in Gambia: 31 Krankenhausbetten mit Matratzen, Rollstühle, Gehhilfen und weitere Spenden des Friedensdorfes wurden von der Projekthilfe Gambia an das gambische Gesundheitsministerium übergeben.

Unten auf dieser Seite finden Sie ein Video (englisch) mit einem Bericht des gambischen Fernsehens GRTS über die feierliche Übergabe einer Medikamentenspende des Friedensdorf International im Juni 2015 – unter anderem hochwirksame Antibiotika (10.000 Flaschen) und fiebersenkende Mittel (100.000 Stück) für Kinder.

Fotos: © 2015 Project Aid The Gambia / Famara Fatty

Video: © 2015 GRTS

 

 

 

 

 

20151231_Friedensdorf-Container-01  20151231_Friedensdorf-Container-02   20151231_Friedensdorf-Container-04

Video GRTS: Project Aid and Friedensdorf donate medical supplies (June 2015)

30-Jahre-Buschklinik

30-Jahre-Buschklinik(Presseerklärung) Die Projekthilfe Gambia e.V., Hattingen, um Vereinsgründer Matthias Ketteler blickt am 23.12.2015 auf eine 30-jährige erfolgreiche Vereinsgeschichte zurück. Das bekannteste Projekt des gemeinnützigen Vereins ist die Buschklinik im Dorf Jahaly im westafrikanischen Gambia.

Einen Tag vor Heiligabend 1985 fand in der Welperstr. 59 in Hattingen die Gründungsversammlung der Projekthilfe statt. Zu den sieben Vereinsgründern gehörten die heutigen Vorstandsmitglieder Matthias Ketteler und Frank Heuer, damals in der Ausbildung, 24 bzw. 23 Jahre alt.

Matthias Ketteler: „In unserer Gruppe waren viele Krankenpflegeschüler so wie wir. Nach vielen Diskussionen darüber, wie unfair das Leben in manchen Ländern ist, haben wir beschlossen, mit dem Reden aufzuhören und etwas zu tun.“

Frank Heuer: “Die Entscheidung, im Rahmen der Entwicklungshilfe tätig zu werden, war spontan, und ich habe sie bis heute nicht bereut. Mit welchem Enthusiasmus, Freude und Dankbarkeit unsere Arbeit in Gambia angenommen wird, entschädigt für Vieles.“

Der Verein hieß zunächst „Projekthilfe Dritte Welt e.V.“ und wurde Anfang 2015 in „Projekthilfe Gambia e.V.“ umbenannt. Ziel der jungen Leute vor dreißig Jahren war es, Hilfsprojekte in unterentwickelten Ländern  zu unterstützen.

Matthias Ketteler: „Unsere Gruppe kam aus Hattingen und Bochum. Die Stadt Bochum, die Sparkasse und die WAZ Bochum förderten damals ein großartiges Projekt in Gambia, die „Kinderklinik Bochum“. In der Ausbildung haben Frank Heuer und ich dann unseren Jahresurlaub in der Klinik verbracht und gearbeitet. Wir haben viele Menschen dort kennen- und schätzen gelernt. So sind wir nach Gambia gekommen.“

Aus diesem ersten Projekt, der Hilfe für die „Kinderklinik Bochum“ im Dorf Njaba Kunda, entwickelte sich das westafrikanische Land bald zum Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

1987 unterstützte der Verein Ausbau und Renovierung eines Gesundheitszentrums in der gambischen Hauptstadt Banjul, 1991 eröffnete die Projekthilfe ihre eigene Gesundheitsstation im Dorf Jahaly: das „Jahaly Health Centre“ bzw. die „Buschklinik“. Seit der Eröffnung wurden in der Klinik, der 2009 von der gambischen Regierung der Status einer „Modellklinik“ zugesprochen wurde, weit mehr als eine halbe Million Patienten behandelt.

Der Verein finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Zurzeit hat der Verein 52 Mitglieder und ca. 300 Förderer. Vorstand und aktive Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, für Verwaltungs- und Werbekosten wendet der Verein seit vielen Jahren deutlich weniger als ein Prozent der Einnahmen auf.

„Wir versprechen unseren Förderern und Spendern, dass ihre Spendengelder mit nur minimalem Abzug wirklich direkt vor Ort bei den Menschen in Jahaly ankommen“, sagt Vereinschef Matthias Ketteler.

Seit 2003 unterstützt der Verein in Jahaly und dem Nachbardorf Madina vier Gartenprojekte von Frauenkooperativen durch Einzäunung der Gärten und Brunnenbau. 2004 eröffnete die Projekthilfe direkt neben der Buschklinik einen Kindergarten mit Vorschule. Bau und Betrieb der ersten drei Jahre wurden durch den RTL Spendenmarathon finanziert. Gebaut und konzipiert für 240 Kinder, werden im Kindergarten inzwischen doppelt so viele Kinder betreut und auf die Grundschule vorbereitet. RTL-Projektpate Markus Lanz unterstützt den Verein bis heute – zuletzt stiftete er Anfang Juni dieses Jahres seinen Gewinn aus der RTL-Sendung „Wer wird Millionär“.

Die tägliche Arbeit in Jahaly wird von etwa 55 gambischen Mitarbeitern geleistet, darunter Krankenschwestern, Lehrer, Erzieher, Gärtner und Reinigungskräfte – unter der Leitung eines gambischen Projektmanagers.

Seit 2010 baut die Projekthilfe in den Dörfern Jahaly und Madina umweltfreundliche Herde, die nach und nach die traditionellen offenen Feuerstellen ersetzen sollen. Eine Plantage aus zehntausend Moringa-Bäumen, die seit 2012 angelegt wird, hat weitere Arbeitsplätze in Jahaly geschaffen. Der Verkauf von Moringa-Produkten wie Tee, Pulver, Öl und Seife in Deutschland soll langfristig zu einem wichtigen finanziellen Standbein der Projekte werden.

2011/2012 hat die Projekthilfe im Dorf Njaba Kunda die ehemalige Kinderklinik Bochum, die inzwischen als staatliches Gesundheitszentrum betrieben wurde, durch einen Neubau ersetzt – unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Das neueste Projekt des Vereins ist die Zusammenarbeit mit dem „Friedensdorf International“ in Oberhausen, das seit 2012 auch schwer kranke oder verletzte Kinder aus Gambia zur Behandlung nach Deutschland bringt. Bereits 30 Kindern konnte auf diese Weise mit einer medizinisch dringend notwendigen Operationen geholfen werden.

Der Verein bedankt sich für die zahlreichen Spendenbeiträge in den letzten 30 Jahren und bittet herzlich darum, seine Arbeit für die Menschen in Jahaly auch weiterhin nach Kräften finanziell zu unterstützen.

 

Jana_Praktikantin_ab_November_2015-w-Animata-3-weeks

Jana_Praktikantin_ab_November_2015-w-Animata-3-weeksWir möchten Ihnen heute Jana vorstellen. Sie hat gerade ihr Examen als Krankenschwester bestanden und wird in den nächsten sechs Monaten in der Buschklinik in Jahaly arbeiten. Herzlich willkommen, Jana :-)

Das kleine Mädchen in ihrem Arm heißt Animata und ist vor drei Wochen in der Buschklinik auf die Welt gekommen.

In Ihrem Rucksack hatte Jana viele Stifte und Schreibhefte, über die sich die Kinder in der Schule gegenüber von der Buschklinik sehr gefreut haben.

Jana hat auch eine eigene Facebook-Seite, auf der sie über ihre Erlebnisse während des Praktikums berichten will. Gucken Sie doch auch mal | hier | vorbei.

(Fotos: © privat)

 

 

 

Jana_Praktikantin_ab_November_2015_Schule

20151019-Friedensdorf-Kinder-vor-Abflug-nach-Deutschland

20151019-Friedensdorf-Kinder-vor-Abflug-nach-DeutschlandIn Kooperation mit der Projekthilfe Gambia e.V. hat die Organisation Friedensdorf International erneut sieben schwer kranke Kinder aus Gambia zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gebracht. Am Montag, 19.10.2015, reisten die Kinder in Begleitung des Einsatzteams des Friedensdorf von Banjul über Brüssel ins Friedensdorf nach Oberhausen. Die Krankheiten/Verletzungen der Kinder können in Gambia nicht behandelt werden.

 

 

 

 

20151016-Ankunft-Friedensdorf-m-Kindern-FlughafenAm Freitag, 16.10.2015, waren die Friedensdorf-Mitarbeiter Maria Tinnefeld und der Mediziner Tobias Bexten in Gambia angekommen. Sie brachten fünf Kinder von ihrer medizinischen Behandlung zurück nach Hause. Am Flughafen in Banjul wurden sie von den Eltern der Kinder, unserem Projektmanager Famara Fatty und Dr. Hassan Azadeh in Empfang genommen. Das Friedensdorf-Einsatzteam berichtete den Familien über den genauen Verlauf der medizinischen Behandlung in Deutschland. Auch wurde ihnen erklärt, wie wichtig eine medizinische Nachsorge für die Kinder ist: Krankengymnastik, Medikamente oder die Pflege der orthopädischen Hilfsmittel. Die Kinder zeigten ihren Eltern stolz die Tasche mit Kleidung und Spielsachen, die sie im Friedensdorf zum Abschied bekommen hatten.

 

 

 

 

Am Samstag, 17.10.2015, besichtigte das Friedensdorf-Team zwei staatliche Gesundheitszentren der Küstenregion.

20151017-Besuch-Health-Centre-01 20151017-Besuch-Health-Centre-02 20151017-Besuch-Health-Centre-03

 

Maria Tinnefeld und Tobias Bexten waren erschrocken über die Bedingungen, die sie dort vorfanden: teilweise müssen sich die Patienten dort zu dritt oder viert ein Bett teilen. Medikamente sind nicht vorhanden. Patienten müssen sich notwendige Medikamente selber kaufen. Umso mehr bewunderten sie den Tatendrang und die Arbeit der Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die nicht resignieren und es trotz der widrigen Bedingungen schaffen, dass es für viele Patienten zumindest eine Überlebenschance gibt. 

Anschließend wurden die sieben Kinder untersucht und registriert, die das Friedensdorf-Team zur medizinischen Behandlung mit nach Deutschland nehmen wird. Die Projekthilfe hatte für die Kinder Arztberichte, Reisepässe, Visa und Flugtickets organisiert.

20151017-Untersuchung-04 20151017-Untersuchung-02 20151017-Untersuchung-01  20151017-Untersuchung-05-Junge-mit-Rollstuhl

Ein Vater trug seinen behinderten Sohn auf dem Rücken zu unserem Projektbüro, wo die Untersuchungen stattfanden. Er kam mit der Hoffnung, dass das Friedensdorf seinem Jungen mit einer Operation in Deutschland helfen könnte. Leider ist das in diesem speziellen Fall nicht möglich. Trotzdem waren Vater und Sohn nicht total enttäuscht: sie bekamen von der Projekthilfe einen Rollstuhl geschenkt, der den Alltag des Jungen erheblich erleichtern wird.

20151018-Treffen-ehemalige-Friedensdorf-KinderAm Sonntag, 18.10.2015, trafen die Friedensdorf-Mitarbeiter Kinder, die seit 2012 zur medizinischen Behandlung in Deutschland waren. Allen geht es gut, die meisten gehen inzwischen zur Schule. Ein Vater sagte, dass er immer noch glaubt zu träumen und es nicht fassen kann, dass sein Sohn jetzt gesund ist. Die Kinder selber erkundigten sich nach ihren Freunden im Friedensdorf und gaben „Post“ für ihre Freunde aus Angola mit. Diese Briefe werden vom Friedensdorf selbstverständlich weitergeleitet.

Am Dienstag, 20.10.2015, sind die Kinder nach einer langen nächtlichen Reise gut im Friedensdorf angekommen. Dort werden sie zusammen mit vielen Kindern aus der ganzen Welt betreut, bis ihre medizinische Behandlung abgeschlossen ist und sie nach Hause zurückkehren können.

20150815-Manjai-Verladung-Lkw-2

Schlechte Nachricht aus Manjai Kunda: der Sattelschlepper, der den Traktor am Samstag nach Jahaly bringen sollte, ist nicht gekommen. Alle anderen Dinge haben wir am Samstag in unseren eigenen LKW verladen und nach Jahaly gebracht: die Stühle für den Kindergarten, Medikamente für die Buschklinik und den Strom-Generator.

20150815-Manjai-Verladung-Lkw-1

Verladung LKW

20150815-Manjai-Verladung-Lkw-2

Stromgenerator wird verladen

Fotos: © 2015 Project Aid The Gambia / Famara Fatty

 

20150407_drugstore_manjai_04_dscn4173_linienkorrektur
Manjai Kunda: Zwischenlager für Medikamente Medikamenten - Transfer store for drugs

Manjai Kunda: Zwischenlager für Medikamente

Das ist unser gerade erweitertes Medikamenten-Zwischenlager neben unserem Projektbüro (Main Office) in Manjai Kunda. Hier lagern wir alle Medikamente für die Buschklinik. Jeden Monat werden die Vorräte in der Klinik aufgefüllt. Dort sind immer genug Medikamente für drei Monate vorhanden.

Medikamenten-Zwischenlager / Transfer storage for drugs

Medikamenten-Zwischenlager

Auch die Regale sind gefliest. – Even the shelves are being tiled.

Auch die Regale sind gefliest.

Fotos: © 2015 Project Aid The Gambia / Famara Fatty

Weiter