Buschklinik

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Die Buschklinik. Über 500.000* Patienten seit 1991.

*Stand Ende 2014

Die Buschklinik („Jahaly Health Centre“), die 1991 eröffnet wurde, versorgt inzwischen ca. 45.000 Patienten pro Jahr, ambulant und stationär, und gilt als eine der besten Einrichtungen des Landes. Seit 2009 ist die Buschklinik von der gambischen Regierung als „Modellklinik“ anerkannt. Die Klinik verfügt über mehrere Behandlungsräume, zwei Krankensäle, eine Entbindungsstation, ein Labor, eine Apotheke sowie einen Krankenwagen  für Transport und  Verlegung von Patienten. Die integrierte Zahnklinik ist seit Anfang 2015 wegen Personalmangels  geschlossen. Eine 20KW-Solaranlage liefert rund um die Uhr Strom für Licht, elektrische Geräte und eine Wasserpumpe – außergewöhnlich für das ländliche Gambia. Nur größere Städte verfügen über ein flächendeckendes Stromnetz. Im Dorf Jahaly gibt es keinen Strom.

Die Klinik wird regelmäßig instand gehalten und renoviert, zuletzt 2013: die Gebäude erhielten neue Dächer, Fliesen, Sanitärinstallationen sowie wartungsarme Türen und Fenster aus Aluminium. Fußböden und Wände sind gefliest. Die Patientenbetten sind gemauert und gefliest: das klingt merkwürdig, ist aber leicht zu reinigen und ermöglicht so größtmögliche Hygiene – eine der großen Herausforderungen im Gesundheitssystem Gambias. Eine examinierte gambische Krankenpflegerin und Hebamme leitet die Klinik. Patienten bezahlen eine Behandlungsgebühr zwischen 0,30€ (Kinder unter fünf Jahre) und 0,60€ (Kinder ab 15 Jahre und Erwachsene), Medikamente sind kostenlos. Die Gehälter der Mitarbeiter sind höher als in vergleichbaren staatlichen Einrichtungen. Allen Mitarbeitern stellt die Projekthilfe auf dem Klinikgelände eine Wohnung, in der viele mit Ehepartnern und Kindern leben.

Jeder Patient, der die Buschklinik besucht, durchläuft zuerst den ambulanten Service. Hier werden die Patienten untersucht und die weitere Behandlung besprochen. Bei den Erkrankungen handelt es sich zumeist um Malaria, Erkrankungen des Atemtraktes (Bronchitis, Lungenentzündungen), Durchfall- und Hauterkrankungen sowie Schnittverletzungen und Verbrennungen. In der „kalten Jahreszeit“ sind in der Vergangenheit insbesondere kleinere Kinder oft in die offenen Feuerstellen gefallen, die in den Dörfern zum Kochen der Mahlzeiten benutzt werden.

Der stationäre Bereich verfügt über 27 Betten: sechzehn Betten für Erwachsene und elf Betten für Kinder, die in unterschiedlichen Räumlichkeiten untergebracht sind. Kleine Räume dienen der Isolation von Patienten oder werden für ruhebedürftige Patienten oder für Patienten mit sehr schweren Erkrankungen zur Verfügung gestellt: vor allem für Patienten, die wegen besonders schwere Ausprägungen von Malaria oder Lungenentzündungen behandelt werden oder umfangreiche Verbrennungen aufweisen. Auch für Patienten, die z.B. bei schweren Durchfallerkrankungen Infusionstherapien benötigen, werden diese Betten bereitgestellt.

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“In meiner fast 20-jährigen Tätigkeit für Gambia habe ich ein solch mustergültiges Projekt noch nicht erlebt”  – Rolf Becker, Honorarkonsul von Gambia in NRW, Schreiben vom 06.07.1994 | hier |

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Video: Die Buschklinik in Jahaly/Gambia (2010)

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