Tour 2017 nach Gambia abgesagt

Logo-Gambia-Spendentour-2017_mittelSchweren Herzens hat sich die Regionalgruppe Nord der Projekthilfe Gambia e. V. dazu entschlossen, die ab heute, Freitag, 20.01.2017, geplante Spendentour Gambia kurzfristig abzusagen. Ursprünglich wollten neun Mitglieder der Projekthilfe mit drei Fahrzeugen von Deutschland nach Gambia fahren, um die Fahrzeuge dort zu übergeben. Fast drei Jahre wurde diese Tour geplant. Nun aber hat der im Dezember 2016 abgewählte Präsident Gambias Yahya Jammeh erklärt, nicht auf sein Amt verzichten zu wollen und den Ausnahmezustand ausgerufen. Daraufhin sind gestern Eingreiftruppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrates in Gambia einmarschiert, um die Machtübergabe an den gewählten Präsidenten Adama Barrow zu erzwingen. Adama Barrow war kurz zuvor in der gambischen Botschaft in Dakar (Senegal) vereidigt worden. Vor dem Hintergrund der unklaren Situation und dem nicht geklärtem Verbleib des ehemaligen Präsidenten wäre es unverantwortlich, die Tour durchzuführen. Somit kann leider nur die Absage erfolgen. Die Fahrzeuge und alle Spenden werden aber in jedem Fall zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Die Mitglieder der Projekthilfe und die Tourteilnehmer bedauern die Absage sehr und bitten um Verständnis, wenn zum jetzigen Zeitpunkt keine genaueren Angaben gemacht werden können. Leider sind die Verhältnisse sehr unklar und die Informationen äußerst widersprüchlich. Über den Verlauf und den Ausgang der Auseinandersetzungen in Gambia und die Entscheidungen zur Spendentour wird die Projekthilfe weiter informieren.

Einen Zeitungsartikel aus der Nordwestzeitung zu unserer Absage finden Sie | hier |

Gerne stehen wir für Rückfragen zur Verfügung.

Ulfert

Filmmaker, Journalist, Freelancer, Video Journalist

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