Stellungnahme zur aktuellen politischen Situation in Gambia

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Im Auftrag des Vorstands der Projekthilfe Gambia e. V. (Deutschland) und des Managements von Project Aid The Gambia – NGO A57 (Gambia) möchte ich unsere tiefe Besorgnis über die aktuelle politische Situation im Land aussprechen. Wir leisten dort seit mehr als 30 Jahren Entwicklungshilfe. Unsere Herzen und Köpfe sind bei den Menschen in Gambia, den Alten und den Jungen, die wir in den letzten dreißig Jahren getroffen haben, und so wird es auch weiterhin sein.

Die Freundlichkeit und Wärme, die uns viele Menschen während unserer Arbeit in Gambia entgegengebracht haben, ist einzigartig. Das hat uns tief berührt und uns letztlich Kraft, Motivation und Leidenschaft gegeben, um unsere Freundschaften zu vertiefen. Wir hoffen auch, dass wir in der Lage sind, unsere Anstrengungen zu verstärken, die den Menschen in Gambia zugutekommen, vor allem den Menschen im ländlichen Raum, die dringend Hilfe brauchen. Wir arbeiten daran, unsere Ziele zu erreichen, indem wir sie noch mehr unterstützen.

Unsere Arbeit gilt den Hilflosen, den Kranken, Männern und Frauen, Alten und Jungen gleichermaßen. Unsere Arbeit ist nicht nur einfach die Bereitstellung von Hilfe für Kranke, sondern geschieht mit Liebe und Hingabe, die zweifellos hilft, das Leben der Menschen zum Besseren zu verändern.

Als internationale Hilfsorganisation haben wir die aktuellen Ereignisse in Gambia seit dem 1. Dezember 2016 genau verfolgt und bringen heute unsere Sorge zum Ausdruck um die Sicherheit der Menschen in Gambia, denen unsere Arbeit gilt: unseren Freunden, und unseren Mitarbeitern mit ihren Familien.

Daher appellieren wir an alle politischen Kräfte in Gambia, in den Dialog zu treten, Entscheidungen in Achtung der Gesetze zu treffen und Ergebnisse zu erzielen, von denen die Menschen in Gambia profitieren. Berücksichtigen Sie die Wünsche der Menschen in Gambia nach Frieden, Moral und dem friedlichen Zusammenleben aller Religionen, Stämme und Kulturen – unserer Meinung nach ein unschätzbares Geschenk. Dies ist etwas so einzigartiges und seltenes in der Welt, in der wir heute leben. Dies ist das Besondere an Gambia und seiner Menschen, das unbedingt erhalten werden muss und die Basis sein muss für alle Entscheidungen der beteiligten Parteien.

Es ist unsere Hoffnung, dass alle Entscheidungen und Maßnahmen so getroffen werden, dass nicht Anarchie entsteht, die den Menschen in Gambia Schaden zuzufügen würde. Unabdingbar ist daher ein friedlicher Machtübergang, den die gesamte Bevölkerung wünscht.

Wir fordern und wünschen eine friedliche Lösung der gegenwärtigen Situation in Gambia, ohne Drohungen, ohne Gewalt. Dies ist der Wunsch des gambischen Volkes und seiner Freunde im In-und Ausland. Die Menschen wünschen sich eine Zukunft ohne Angst, einen Aufbruch und neue Hoffnung. Das haben die Menschen in Gambia mit ihrer Wahlentscheidung zum Ausdruck gebracht. Wir unterstützen die Sehnsucht und die Entscheidung des gambischen Volkes, die es verdient, um jeden Preis respektiert zu werden. Es ist die Pflicht jeder Regierung, die Entscheidung und die Wahl ihres Volkes zu respektieren und umzusetzen.

Demokratie beruht auf dem Prinzip der Achtung der Willensentscheidung des Volkes, und dieses verfassungsmäßige Recht muss von demokratisch gewählten Politikern geachtet und auch verteidigt werden.

Wir hoffen, dass die mit dem Mandat des Volkes ausgestatteten Politiker sich ausschließlich einsetzen für Frieden und Liebe und für eine erfolgreiche Zukunft Gambias.

In Frieden und Freundschaft,

Matthias Ketteler, Vorsitzender und Sonderbotschafter der Republik Gambia

im Namen des Vorstands der Projekthilfe Gambia e. V. (Deutschland) und des Managements Project Aid The Gambia – International NGO A57 (Gambia)

 

Hattingen / Manjai Kunda, am 3. Januar 2017

 

Ulfert

Filmmaker, Journalist, Freelancer, Video Journalist

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